Datenschutz auf Banking-Webseiten ungenügend

Rund 60 Prozent der Finanzhäuser bieten auf ihren Webseiten keine gesicherte Online-Kommunikation. Verbesserungen sind dringend nötig.

Von 195 Webseiten in 17 Märkten haben exakt 61 Prozent keine verschlüsselten Kontaktformulare. Dieser Erkenntnis kommt eine neue Analyse des Research-Unternehmens MyPrivateBanking.

Fast ebenso hoch, nämlich 59 Prozent, ist der Anteil der Anbieter, die ihren Benützern keinen Datenschutzhinweis geben, wenn sie ungeschützte E-Mails an die Bank senden.

Datenklau hat viele Kunden verunsichert

«Tausende von Private-Banking-Kunden waren in den letzten Monaten von der Veröffentlichung sensibler persönlicher Daten betroffen», sagt Steffen Binder, Research Direktor von MyPrivateBanking.

«Viele Kunden sind besorgt und fragen sich, wie es um den Schutz und die Vertraulichkeit ihrer Daten bestellt ist. Umso überraschender ist es, dass die Mehrheit der öffentlichen Webseiten von Privatbanken und Vermögensverwaltern keine Vorkehrungen für eine sichere Übertragung von Nachrichten trifft», so Binder.

Online-Kommunikation zentral

Gesamthaft zeigt die Untersuchung, dass Online-Kommunikation von hoher Bedeutung für Privatbanken und Vermögensverwalter ist und daher von der grossen Mehrheit angeboten wird. Von den betrachteten Banken bieten nur 10 Prozent Telefonnummern als einzige Kontaktmöglichkeit an, während 35 Prozent E-Mail Kontaktadressen aufführen, 31,3 Prozent ein Kontaktformular auf der Webseite haben und 23 Prozent sogar beide Möglichkeiten des Online-Kontaktes anbieten.

Aber nicht nur Banken und Vermögensverwalter müssen eine höhere Sensibilität hinsichtlich der Risiken der Online-Kommunikation entwickeln.

Vorsicht angebracht

«Nutzer von Webseiten sollten keine Informationen über reguläre E-Mails oder über Online-Kontaktformulare senden, es sei denn letztere sind durch HTTPS gesichert», betont Christian Nolterieke, Geschäftsführer von MyPrivateBanking. «Banken sollten die Sicherheitsmerkmale ihrer Webseiten hervorheben und somit bei den Nutzern das Vertrauen steigern.»

Mehr Informationen zur Analyse unter diesem Link.

 

 

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Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

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Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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