Festival-Saison in Indien erhöht die Erwartungen an den Goldpreis

Gold-Analysten sagen eine November-Rally für Gold voraus. Denn in Indien startet die Saison für Hochzeiten und Festivals.

Die Prognose wird von mehreren Analysten gestützt, die vom Wirtschaftsportal «Businessinsider» zitiert werden. Und sie basiert auch auf historischen Daten. So stieg der Goldpreis jeweils im November um durchschnittlich 3,8 Prozent. Grund ist der Anstieg der Goldnachfrage in Indien, wo dann jeweils Feste und Hochzeiten gefeiert werden.

Wie der angesehene Analyst Michael Jalonen von Bank of America Merrill Lynch an seine Kunden schreibt, geht er auch diesen November von einem Preisanstieg beim Gold aus. Er sieht Preise von 1350 bis 1400 Dollar die Unze.

Diwali-Fest markiert Nachfragehoch

Das wäre eine moderate Rally, hat sich der Goldpreis doch mit dem Ende des «shutdowns» vergangene Woche bereits auf 1330 Dollar erholt.Paretosh Misra, Analyst bei Morgan Stanley, stimmt mit seinem Kollegen überein.

Das Diwali-Fest markiere jeweils die stärkste Goldnachfrage in Indien im Jahr. Zwar würden die Importbeschränkungen die Nachfrage etwas dämpfen, doch sei der Goldpreis in Rupien um 20 Prozent tiefer als noch im Vorjahr, was wohl Käufer animieren könnte.

Mittelfristiger Ausblick eher «bearish»

Zurückhaltender sind die Analysten der Société Générale Jesper Dannesboe und Robin Bhar. Sie wären überrascht, wenn der Goldpreis über die Marke von 1350 Dollar steigen würde. Zwar steige die physische Nachfrage in Asien, aber der Ausblick bleibe insgesamt «bearish». Die US-Wirtschaft befinde sich weiterhin im Erholungsmodus, die US-Zinsen stiegen damit wohl weiter, während die Inflation tief bleibe.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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