Chinas Börse wächst – Schweiz hält sich gut

Der Marktwert der chinesischen Aktien ist nun höher als jener der japanischen Dividendentitel. Gemessen am BIP ist die Schweiz ein wichtiger Börsenplatz.

Die Dominanz Japans an den Finanzmärkten schwindet weiter. Dafür wächst die Bedeutung der Börse Chinas unaufhaltsam weiter. Vor wenigen Tagen war die Marktkapitalisierung der Börse im Reich der Mitte höher als diejenige im Land der aufgehenden Sonne. Damit verdrängte China den Rivalen vom Platz 2 (vgl. Rangliste weiter unten).

Gemäss Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg sind alle Aktien in Festlandchina nun rund 3‘210 Milliarden Dollar wert, gegenüber 3‘209 Milliarden Dollar in Japan. Auf Platz vier folgt Grossbritannien. Die Schweiz folgt mit einer Marktkapitalisierung von 831 Milliarden Dollar immerhin auf Rang 12, hinter Brasilien.

Unangefochten an der Weltspitze sind die USA, die es auf eine Marktkapitalisierung von 11‘088 Milliarden Dollar bringen. Rechnet man die Märkte China und Hongkong zusammenfassen, ist die amerikanische Börsen immer noch rund doppelt so gross. Allerdings ist in China nur ein kleiner Teil der Aktien frei handelbar, und bereits warnen manche Finanzanalysten vor einer neuen Blase im Reich der Mitte, wo das Kurs-/Gewinn-Verhältnis über 30 notiert.

Marktkapitalisierung der Börsen in Milliarden Dollar (Stand Mitte Juli 2009)

  1. 1. USA 11‘088
  2. 2. China 3‘212
  3. 3. Japan 3‘209
  4. 4. Grossbritannien 2‘405
  5. 5. Hongkong 1‘827
  6. 6. Frankreich 1‘484
  7. 7. Kanada 1‘256
  8. 8. Deutschland 1‘161
  9. 9. Indien 950
  10. 10. Australien 878
  11. 11. Brasilien 872
  12. 12. Schweiz 831

 

Interessant beim Börsenvergleich ist indessen die relative Bedeutung eines Börsenplatzes. Setzt man die Marktkapitalisierung in Relation zum Bruttoinlandprodukt rangiert an 1. Stelle Hongkong, gefolgt von der Schweiz und Grossbritannien. Die USA folgen erst auf Platz 7, China auf Rang 9.

Marktkapitalisierung im Verhältnis zum BIP 2009 (Stand Mitte Juli 2009)

  1. 1. Hongkong 886
  2. 2. Schweiz 184
  3. 3. Grossbritannien 120
  4. 4. Australien 116
  5. 5. Kanada 98
  6. 6. Indien 80
  7. 7. USA 79
  8. 8. Brasilien 69
  9. 9. China 66
  10. 10. Japan 64
  11. 11. Frankreich 59
  12. 12. Deutschland 38

 

 

 

 

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die Rendite ist weiblich
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
  • Morgan-Stanley-CEO macht Kasse mit Bankaktien
mehr

SELECTION

Wo die grossen Vermögen lagern

Hier liegt das Geld

Ein virtueller Rundgang durch die Tresore der Schweizer Banken.

Selection

Selection

Die USA, das neue Steuerparadies

Milliarden von Offshore-Geldern fliessen in die USA - die Vereinigten Staaten sind die neue Schweiz.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

weitere News