Noch ein US-Asset-Manager kommt nach Zürich

So geht Asset Management: Ein weiterer, amerikanischer Vermögensverwalter ist sich der wachsenden Bedeutung der Limmatstadt als Finanzzentrum bewusst und eröffnet eine Niederlassung in Zürich. Es ist bereits die zweite in der Schweiz.

Zürich©Shutterstock

Die Capital Group hat eine Niederlassung an der Dreikönigstrasse in Zürich eröffnet, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Es gehört zu den Capital Group Companies, einem der weltweit grössten Vermögensverwalter. Capital ist an keiner Börse kotiert.

Das Unternehmen gibt es seit mehr als 80 Jahren und ist sowohl für Privatanleger als auch institutionelle Investoren tätig. Die Gruppe verwaltet rund 1'400 Milliarden Dollar an Kundengeldern.

Viel neues Personal

Mit der Eröffnung eines zweiten Büros, neben der bereits seit langem bestehenden Niederlassung in Genf, vergrössert die Capital Group ihren «Fussabdruck» in der Schweiz beträchtlich. Bereits heute bieten hierzulande mehr als 150 Mitarbeiter den Kunden langfristige, aktiv gemanagte Investmentlösungen.

Zur Unterstützung der Präsenz hat die Capital Group im vergangenen Jahr einige zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, unter anderem Marielle Garandet (Business Development Director, Financial Intermediaries) in Genf, Katja Wiechers (Business Development Director, Financial Intermediaries) in Zürich sowie Fabian Wallmeier (Director, Institutional) ebenfalls in Zürich und verantwortlich für das institutionelle Relationship Management und für den Schweizer Vertrieb.

Christian Leger (Business Development Director Global Financial Institutions) arbeitet bereits seit 2001 bei der Capital Group und ist seit 2014 in Zürich tätig. Die Firma hatte im Februar 2014 zudem für einiges Aufsehen gesorgt, als sie den Lombard-Odier-Teilhaber Arthur Caye engagiert hatte. Caye arbeitet seit Mai 2014 für die Capital Group in Genf.

Die Schweiz als Kernmarkt

Mit einem zweiten Büro in der Schweiz setzt das Unternehmen gemäss eigenen Angaben seinen Wachstumskurs fort und hierfür ist die Zürcher Niederlassung offenbar ein wichtiger Standort. Denn die Capital Group will ihre Beziehungen zu internationalen, regionalen und lokalen Finanzinstituten festigen und ausbauen.

Anlässlich der Eröffnung in Zürich sagte Luis Freitas de Oliveira, Portfoliomanager und Chairman von Capital International: «Die Schweiz ist seit über einem halben Jahrhundert einer unserer Kernmärkte. Die Gründung einer Niederlassung in Zürich unterstreicht seine Bedeutung und kommt unseren Mitarbeitern ebenso zugute wie unseren Kunden.»

Aktienindizes in Genf entwickelt

«Die Capital Group war einer der ersten amerikanischen Vermögensverwalter, der sich in der Schweiz niedergelassen hat», so Luis Freitas de Oliveira weiter, «wir sind uns der Rolle der Schweiz für die internationalen Finanzmärkte bewusst. Deshalb ist der Standort auch so wichtig für uns.»

In in Genf entwickelte die Capital Group 1968 übrigens die ersten internationalen Aktienindizes für Länder ausserhalb der USA, die heutigen MSCI-Indizes. Bis heute kommen viele langfristige internationale Geschäftsstrategien aus der Schweiz, wie das Unternehmen betont.

Achtmal in Europa

So werden zahlreiche Kernbereiche des Europa-Geschäfts von der Schweiz aus gesteuert: Asset Management, Research, Fondsverwaltung, Personalmanagement, Rechtsabteilung, Finanzabteilung, IT, Vertrieb und Marketing haben hier ihren Sitz.

Die Capital Group hat insgesamt acht Niederlassungen in Europa: London, Genf, Zürich, Mailand, Madrid, Amsterdam, Frankfurt und Luxemburg.

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Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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