Finanzbranche: Hier arbeitet es sich gut

Die CS-Mitarbeiter sind zufriedener als ihre Kollegen bei UBS, und die Leute von Swiss Re beurteilen ihren Arbeitgeber besser als bei der Zurich.

Möchten Sie wissen, wie es zum Beispiel in der UBS so zugeht? Welche Atmosphäre da herrscht?

Nun, die Zustände sind «fair», man schneidet sich gegenseitig nicht die Kehle durch, aber dafür wird Loyalität bei der Entlöhnung viel zu wichtig genommen. Insgesamt ist die UBS «ein guter Ort, um eine Karriere zu beginnen oder zu beenden»: So beurteilt ein UBS-Vice-President sein Unternehmen. Natürlich anonym.

Der Eintrag findet sich auf «Glassdoor», einer jener Sites, die es sich zum Ziel gemacht haben, dass Angestellte ihr Unternehmen öffentlich bewerten, Lohnstrukturen aufzeigen und Interna ausplaudern können.

Natürlich leuchtet die Job-Seite nur in internationale Grosskonzerne hinein, und angelsächsische Mitarbeiter bilden ein Schwergewicht der Stimmen. Doch ein inneres Bild von Schweizer Unternehmen wie UBS, CS, Swiss Re oder Zurich lässt sich dabei durchaus gewinnen.

Wir haben darum die Benotungen aufgelistet, welche wichtige Finanzhäuser derzeit von den «Glassdoor»-Nutzern kriegen. Die Noten rangieren dabei von 1 (schlechteste Note) bis 5 (beste Note). Ebenfalls nachgefragt wird die Zustimmung zum CEO, ausgedrückt im Prozentsatz der Positiv-Stimmen.

  • Banken

In der Bankbranche geht momentan die höchste Note an Bank of America Merrill Lynch: 3,7 — bei 93 Prozent «Approval» für CEO Brian T. Moynihan.

Auf Rang 17 liegt die Deutsche Bank: Note 3,4. Stolze 91 Prozent beträgt die Zustimmung für Josef Ackermann.

Auf Rang 22 folgt Credit Suisse: Note 3,3, 88 Prozent Zustimmung für Brady Dougan. Insgesamt finden sich derzeit 299 Besprechungen von Mitarbeitern der Credit Suisse.

UBS liegt auf Rang 47: Die Note beträgt 3,1, und mit 83 Prozent verbucht Oswald Grübel eine leicht schlechtere Zustimmung als Brady Dougan. Insgesamt finden sich 378 Bewertungen von UBS-Mitarbeitern.

HSCB kommt mit einer Note von 3,0 auf Rang 60. Die Zustimmungsquote für Stuart Gulliver liegt bei 88 Prozent-

Weitere Banken: Santander: Note 2,8 — Citigroup 2,8 (53 Prozent Approval für Vikram Pandit) — Société Générale: 2,6, 45 Prozent Approval für Séverin Cabannes.

Die schlechteste Note bei insgesamt 114 Banken erhielt die Commerzbank: Mit 2,3 beurteilen die Commerzbank-Angestellten ihre Firma wirklich unterdurchschnittlich.

 

  • Versicherungen

Die bei ihren eigenen Angestellten beliebteste Versicherung ist Primerica – mit 4,1 erzielte die Vertriebsfirma mit Sitz in Georgia einen Wert, der weit über den Spitzennoten im Bankwesen liegt.

Swiss Re kam mit 3,3 und 100 Prozent Approval für Stefan Lippe auf Platz 20 aller bewerteten Versicherungsfirmen. Mit nur 18 Besprechungen war hier die Datenbasis allerdings etwas dünn.

Ähnlich das Bild bei Zurich Financial Services: Mit Note 3,3 gab es Platz 23, Martin Senn hat eine 100prozentige Zustimmung (also keine kritischen Voten); aber hier gibt es auch nur 30 Besprechungen.

Zum Vergleich: Axa wird von ihren Mitarbeitern mit 2,8 bewertet, die Zustimmung für Henri de Catries beträgt 91 Prozent.

Insgesamt werden auf «Glassdoor» 129 Versicherungskonzerne benotet.

 

Noch ein Vergleichswert: Die höchsten Zustimmungsraten aller Firmen weltweit erhalten derzeit Facebook (4,6), Southwest Airlines (4,4) und Bain & Company (4,3).

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut dem Bericht ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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