iPad2: Vom Spielzeug zum Arbeitstool

Den portablen Minirechnern von Apple wurde zu Beginn höchstens ein Spielzeug-Dasein nachgesagt. Heute lassen sie sich jedoch gut als mobiles Büro nutzen.

Auf den ersten Blick zeigen sich in der zweiten Auflage von Apples Tablet zwei grosse Neuerungen. Das iPad2 ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger um einen Drittel schmaler geworden und verfügt nun über eine Front- und Rückkamera.

Die grösste Hardware-Neuerung befindet sich hingegen nicht sichtbar im Innern. Neu schlägt ein Zweikernprossessor im Herzen des iPads, was dieses spürbar schneller macht. Die zusätzliche Power spürt man nicht nur bei grafischen Anwendungen, sondern auch wenn mehrere Programme parallel laufen.

Endlich Multitasking

Seit dem Update zu iOs 4.2 können auch iPad Benutzer mehrere Prozesse gleichzeitig laufen lassen – eine Neuerung, die der Business-Tauglichkeit sehr zugute gekommen ist und beim iPad2 standardmässig mit an Bord ist. Konnte zuvor nur ein Programm laufen gelassen werden, mussten die Anwender beim Wechseln zwischen verschiedenen Programmen – was im Geschäftsalltag oft vorkommt – die Applikationen jeweils neu starten, was einerseits äusserst mühselig war und andererseits auch zum Datenverlust führen konnte.

ipad2_smartcoverflowZwar ist das Multitasking nicht ein reines, wie man es vom PC her kennt. Denn jene Anwendungen, die im Hintergrund laufen, werden eingefroren. Doch nur schon der Fakt, dass schnell zwischen verschiedenen Applikationen hin und her gewechselt werden kann, ist äusserst vorteilhaft.

Branchenführer dank Applikationsfülle

Im Gegensatz zum Vorjahr, als Apple mit dem iPad noch der erste Vertreter auf dem Tablet-Markt war, tummeln sich nun viele Anbieter in diesem Bereich. Grösster Konkurrent sind dabei Tablets auf der Basis des offenen Betriebssystem Android, wie beispielsweise das Samsung Galaxy Tab oder Motorolas Xoom, das als erstes Tablet über die neueste Auflage des Android Betriebssystems, Honeycomb, verfügt.

Doch Apples App-Store, über den Programme bezogen werden und von denen das iPad lebt, trotzt der Konkurrenz und freut sich bei den Programmierern über grosse Beliebtheit. So sind im App-Store rund 65'000 reine iPad-Applikationen erhältlich. Im Android-Store hingegen sind Tablet-Apps noch Mangelware und man muss sich mit den Applikationen für Mobiltelefone begnügen, die oft den Tablet-Ansprüchen nicht gerecht werden.

Gemütliches Dokumentenhandling

Seit der Markteinführung des ersten iPads hat sich aufseiten der erhältlichen Programme also viel getan. Daher sind diverse Mängel, die zu Anfang einem angenehmen Arbeiten am iPad noch im Wege gestanden haben, nun beseitigt.

pdfexpertBesonders vorteilhaft sind verschiedene Cloud-Dienste, wie beispielsweise Dropbox, die den Zugang zu Geschäftsdaten ermöglichen. Dadurch werden Daten, die bearbeitet werden nicht auf dem iPad gespeichert, sondern sind in der Cloud gesichert. Kehrt man an den Arbeitsplatz zurück, werden diese Daten automatisch synchronisiert. Über Programme wie PDF Expert (Bild) wird die Verbindung zu diversen Cloud-Diensten aufgebaut. Dokumente in unterschiedlichsten Fomaten (Word, Excel, PDF, etc.) können so bearbeitet werden.

Ein weiterer Zusatz, der das Arbeiten erheblich erleichtert, ist eine Bluetooth-Tastatur. Diese wird ohne Kabel mit dem iPad verbunden. Einerseits fällt so das Tippen leichter, andererseits wird hiermit der verfügbare Bildbereich erweitert, da keine virtuelle Tastatur eingeblendet werden muss.

Zu bemängeln bleibt an diesem Vorgehen, dass diverse Tastaturkürzel, die vom PC her bekannt sind, auf dem iPad ins Leere laufen, etwa wenn im Browser die Eingabezeile durch CTRL+L angesprochen werden soll.

Fazit

Auch das iPad2 lebt von der Fülle der erhältlichen Applikationen. Das Angebot ist im App-Store im Gegensatz zur Android-Konkurrenz sehr reichhaltig. Im Vergleich zum Vorgänger eignet sich das iPad2 also sehr wohl als leichtes Arbeitsgerät für unterwegs. Einen Laptop kann es zwar noch nicht ersetzten, doch können viele Pendenzen sicherlich leicht mit dem portablen Gerät erledigt werden.

Die lange Akkulaufzeit von bis zu zehn Stunden spricht auch für das Apple-Tablet. Zudem hat die Einführung des Multitasking den Arbeitsprozess erheblich vereinfacht. Bisher nutzen noch wenige iPad-Applikationen die eingebaute Kamera. In dieser Hinsicht kann erwartet werden, dass in Kürze Programme erscheinen werden, welche die neuste iPad-Hardware effektiv nutzen.

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Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

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Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

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Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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