Sawiris findet Mitinvestor für «Chedi»-Hotel

Die Immobiliengesellschaft Swiss Finance & Property greift dem ägyptischen Bauherrn bei seinem Grossprojekt in Andermatt unter die Arme, wie Recherchen von finews.ch zeigen. 

Samih Sawiris, der ägyptische Grossinvestor und Heilsbringer für den Bergsportort Andermatt, braucht Geld, um sein Alpenresort weiter zu entwickeln.

Der Arabische Frühling bedeutete Eiszeit für seine Ferienresorts in Ägypten. Dort generierte aber seine an die Schweizer Börse gezügelte Firma Orascom Development den grössten Teil ihres Cashflows.

Sawiris sucht weiterhin Geld

Zwar hat sich die politische Lage in Nordafrika etwas beruhigt und auch der Abverkauf der Feriendomizile am Roten Meer sei wieder angelaufen, lässt Orascom verlauten.

Doch Sawiris ist für das Grossprojekt «Andermatt Swiss Alps» weiterhin auf der Suche nach Mitinvestoren in der Schweiz. Er hatte der Firma zur Überbrückung ein persönliches Darlehen über 125 Millionen Franken gewährt. 

Ein Fonds für das «Chedi»-Hotel

Gemäss Informationen von finews.ch nimmt nun die Idee Form an, zur Finanzierung des zentralen Hotels «Chedi» einen Fonds zu äufnen.

Konkret soll die Zürcher Gesellschaft Swiss Finance & Property mit Sawiris' Orascom Holding in Verhandlungen stehen, wie finews.ch aus Branchenkreisen erfuhr.

Chef will Ferien in Andermatt machen

Die Investment- und Beratungsgesellschaft soll Orascom bei der Verbriefung der noch nicht verkauften Eigentumswohnungen beraten.

Zudem wolle Swiss Finance & Property für ihr eigenes Immobilien-Portefeuille ein Paket an Wohnungen im Hotelkomplex erwerben, so die Information von finews.ch.

Bereits zuvor hatte sich Hans-Peter Bauer, Mitgründer von Swiss Finance & Property, für sich persönlich eines der neuen Feriendomizile in Andermatt gesichert.

«Noch nichts unterzeichnet»

«Es werden Gespräche mit verschiedenen, möglichen Partnern über eine Beteilgung am «Chedi»-Fonds geführt», sagt ein Sprecher von Orascom. Unterzeichnet sei noch nichts.

Von Seiten Swiss Finance & Property will man Mandatsverhältnisse nicht kommentieren. Zukäufe für die börsenkotierte Swiss Finance & Property Investment AG würden jeweil nach Abschluss bekannt gegeben.

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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