Politischer Schub für den Finanzplatz Zürich

Der Zürcher Regierungsrat soll diverse Massnahmen zum Ausbau des Finanzplatzes ausarbeiten. Für den Zürcher Bankenverband ein ermutigendes Zeichen. 

Die beiden von der FDP, SVP und CVP im Kantonsrat eingereichten Postulate zielen darauf ab, den Finanzplatz Zürich nachhaltig zu stärken. So soll zum einen im Grossraum Zürich ein internationales Hochschulzentrum für Finanz- und Bankenwissenschaften entstehen. Damit würde auch auf dem Gebiet von Forschung und Lehre der internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Rechnung getragen.

Dazu sollen die heute schweizweit vorhandenen Fachkompetenzen in Zürich gebündelt werden, und gleichzeitig in Zusammenarbeit mit der Finanzbranche sowohl für die Wirtschaft als auch für die Lehr- und Forschungsarbeit an den Hochschulen eine Win-Win-Situation geschaffen werden.

Ansiedlung neuer Geschäftsfelder

In einem zweiten Postulat wird der Regierungsrat aufgefordert, optimale Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung der Geschäftstätigkeiten auf dem Finanzplatz Zürich und für die Ansiedelung neuer Geschäftsfelder der Finanzbranche zu schaffen. Gedacht wird unter anderem an:

  • Konkurrenzfähige Besteuerung von Anlagegesellschaften und Anlagekonstrukten
  • Einbezug der Bedürfnisse des Finanzplatzes im Grossraum Zürich in Raum- und Verkehrsplanung
  • Interventionen auf Bundesebene zum Abbau von Wettbewerbshürden, beispielsweise durch die Abschaffung der eidgenössischen Stempelabgabe
  • Interventionen auf Bundesebene für eine schweizerische Trustgesetzgebung oder eine vereinfachte Zulassung von modernen Anlageinstrumenten

«Wir sind überzeugt, dass mit diesen Massnahmen ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Stärkung und Entwicklung des Bankenplatzes Zürich geleistet werden kann. Die Finanzindustrie richtet sich neu aus und ist vor diesem Hintergrund auf wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen angewiesen. Diese können nicht im Alleingang, sondern nur in Zusammenarbeit mit Politik, Behörden und Banken geschaffen werden», sagt Thomas Ulrich, Präsident des Zürcher Bankenverbands.

Finanzplatz soll weltbedeutend bleiben

Der Zürcher Bankenverband nimmt die Interessen des Finanzplatzes gegenüber Behörden, Politik und der Öffentlichkeit wahr und trägt durch seine Aktivitäten in den Bereichen Politik und Bildung dazu bei, dass der Zürcher Finanzplatz auch in Zukunft ein Finanzplatz von Weltbedeutung bleibt.

Mitglied des Zürcher Bankenverbands sind rund 60 Banken mit insgesamt 50'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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