Aviva: Versehentlich alle Mitarbeiter entlassen

Durch einen Fehler beim E-Mail-Versand hat die Personalabteilung von Aviva Investors allen Mitarbeitern gekündigt. Dabei sollte das Schreiben nur an eine Person gehen. 

aviva

Aviva Investors, die Finanzsparte des britischen Versicherungskonzerns, hat mit einem Kündigungsschreiben per E-Mail versehentlich alle Beschäftigten entlassen, wie verschiedene Medien berichten.

Die Mitarbeiter sollten beim Weg aus dem Unternehmen das Firmeneigentum zurückgeben und Interna auch weiterhin vertraulich behandeln, hiess es in dem Rundschreiben der Personalabteilung.

Durch Schreibfehler an alle

Die letzte Zeile lautete: «Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen zu danken und wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft.»

Paul Lockstone, ein Sprecher des Unternehmens, erklärte: «Die E-Mail sollte an eine einzige Person gehen, wurde infolge eines Schreibfehlers aber an alle Mitarbeiter weltweit geschickt.»

Erst einmal Schweigen

Es habe sich um die Standardprozedur bei Kündigungen gehandelt. Die meisten Adressaten hätten aber sofort gewusst, dass es sich um enen Fehler handelte. Die Personalabteilung habe schnell reagiert und eine Entschuldigung versandt. «Von Zeit zu Zeit gehen einfach mal Dinge schief», sagte Lockstone.

Laut einem Bericht der britischen Tageszeitung «Telegraph» herrschte am Hauptsitz von Aviva Investors in London jedoch erst einmal Schweigen, als das Kündigungsschreiben eintraf.

Umbau angekündigt

Erst zwei Tage zuvor hatte das Unternehmen nämlich angekündigt, dass die Konzernführung umgebaut werde. Auch Stellenstreichungen waren dabei als Teil eines Restrukturierungsplans angekündigt worden. Es sollten 160 Mitarbeiter entlassen werden.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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