UBP: Starker Anstieg der Kundenvermögen

Die Genfer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) hat im Geschäftsjahr 2025 signifikant zugelegt und ihre Kundenvermögen auf 184,5 Milliarden Franken erhöht. Dies entspricht einem Plus von 30,1 Milliarden Franken oder 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Jahresabschluss hervorgeht. Wachstumstreiber waren vor allem die Integration des Private-Banking-Geschäfts von Société Générale in der Schweiz und im Vereinigten Königreich sowie positive Markttrends, die das Anlagegeschäft stützten. 

Starker Schweizer Franken schmälert Erfolg 

Die robusten Zuflüsse würden eine starke operative Entwicklung in strategischen Kernregionen wie Asien, dem Nahen Osten und Monaco bestätigen sowie den Vermögensverwaltungs-Strategien für institutionelle Kunden, heisst es in der Mitteilung. Die Bank generierte Netto-Neugelder von 2,7 Milliarden Franken – exklusive Akquisitionseffekt – und profitierte gleichzeitig von einer Erholung der Kapitalmärkte, die Anlagefonds und Mandate um 14,1 Milliarden Franken nach oben trieb. Belastend wirkte hingegen die starke Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Dollar, die die Vermögensentwicklung um den gleichen Betrag dämpfte.

In Dollar ausgewiesen legten die Kundenvermögen um 36,7 Prozent zu und erreichten per Jahresende 232,9 Milliarden Dollar. 

Ertragsdynamik im Kerngeschäft – Integration erhöht Kostenbasis

Der Geschäftsertrag stieg um 12,5 Prozent auf 1,51 Milliarden Franken, getragen durch höhere Nettozinserträge (+13,1 Prozent) und ein deutliches Plus im Kommissions- und Dienstleistungsbereich (+13,1 Prozent). Auch die Trading-Aktivitäten legten zweistellig zu, insbesondere in Schwellenländern und Asien. 

Die Integration von Teams und Prozessen der Société Générale schlägt sich jedoch in höheren Betriebskosten nieder: Die Aufwendungen stiegen um 15,7 Prozent auf 1,05 Milliarden Franken. Darin enthalten sind einmalige Restrukturierungsaufwendungen sowie Investitionen in Compliance, IT und KI-gestützte Systeme. 

Weiterhin einer der bestkapitalisiertesten Privatbanken

Unter dem Strich erzielte die UBP einen Konzerngewinn von 268,6 Millionen Franken, ein Plus von 4,4 Prozent. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis lag bei 69,6 Prozent und blieb trotz Integrationsphase solide.

Nach Abschluss der Übernahmen im Geschäftsjahr 2025 beträgt die kurzfristige Mindestliquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR) 276,4 Prozent und die Eigenmittelausstattung (Tier 1) 23,1 Prozent. Sie übersteigen nach wie vor die Vorgaben der Schweizer Gesetzgebung sehr deutlich. Die UBP zählt damit weiterhin zu den bestkapitalisiertesten Privatbanken der Schweiz.

«Unsere Gewinnmarge veranschaulicht die ausgeglichene Entwicklung zwischen organischem und externem Wachstum. Mithilfe unserer internationalen Expansion können wir das Service- und Dienstleistungsangebot für unsere Kunden rund
um den Globus zusätzlich erweitern», sagt CEO Guy de Picciotto.