Kaiser Partner: Rekordergebnis und starkes Neugeld

Die Kaiser Partner Privatbank aus Vaduz hat 2025 ein Rekordergebnis erzielt. Der Jahresgewinn stieg um 34 Prozent auf 12,2 Millionen Franken, wie aus dem am Dienstag publizierten Geschäftsbericht hervorgeht. Nach Angaben der Bank handelt es sich dabei um ein neues Rekordergebnis.

Damit setzte sich die Gewinnentwicklung gegenüber dem bereits sehr guten ersten Halbjahr (finews berichtete) auf hohem Niveau fort. Zur Jahresmitte hatte die Bank noch einen Gewinn von 5,5 Millionen Franken ausgewiesen. Im zweiten Halbjahr kamen weitere rund 6,7 Millionen Franken hinzu. Treiber waren insbesondere eine ausgeweitete Zinsmarge sowie das weiterhin solide Kommissionsgeschäft.

Neugeld als zentraler Wachstumstreiber

Besonders auffällig ist der Mittelzufluss: Mit 1,49 Milliarden Franken an Netto-Neugeld erreichte die Bank 2025 einen sehr hohen Wert. Die betreuten Kundengelder kletterten auf 9,7 Milliarden Franken, ein Plus von 18 Prozent.

Bereits im Halbjahr hatte sich ein kräftiger Zufluss abgezeichnet. Die Bank führt die Entwicklung auf ihre stabile Kundenbasis und die anhaltende Nachfrage nach ihrem Beratungsmodell zurück.

Ausweitung der Zinsmarge

Auf der Ertragsseite zeigt sich eine Verschiebung: Der Bruttoertrag stieg um rund 12 Prozent auf knapp 60 Millionen Franken. Besonders stark entwickelte sich das Zinsengeschäft, dessen Beitrag um über 50 Prozent zunahm.

Treiber war dabei weniger das allgemeine Zinsumfeld als vielmehr ein deutlicher Rückgang des Zinsaufwands. Während die Zinserträge weitgehend stabil blieben, sanken die Refinanzierungskosten spürbar, was die Zinsmarge entsprechend ausweitete.

Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legte parallel moderat zu und bleibt die wichtigste Ertragsquelle.

Kontrolliertes Kostenwachstum

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um gut 10 Prozent auf rund 41 Millionen Franken. Die Bank investierte dabei gezielt in Personal und Infrastruktur, insbesondere in IT und regulatorische Anforderungen.

Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich leicht von rund 69,5 auf 68,3 Prozent.

26 Prozent Eigenkapital

Die Bilanzsumme wuchs auf 880 Millionen Franken (+5,5 Prozent), während die Tier-1-Kapitalquote bei 26 Prozent liegt. Damit bleibt die Bank auch auf der Kapitalseite ausgesprochen konservativ positioniert.

Inhaltlich setzt die Bank ihren Kurs als «Private Trust Bank» fort. Im Fokus stehen ein interdisziplinärer Beratungsansatz sowie der Ausbau von Private Markets, alternativen Anlagen und digitalen Vermögenswerten.

«Sichere Navigation durch Unsicherheiten»

«Vertrauen entsteht aus gelebten Werten – und aus echter Nähe zum Kunden», lässt sich Fritz Kaiser, Präsident des Verwaltungsrates, zitieren.

Laut CEO Christian Reich ist das Wachstum darauf zurückzuführen, «dass wir unseren Kundinnen und Kunden auch in einem anspruchsvollen Umfeld Verlässlichkeit, Qualität und eine sichere Navigation durch Unsicherheit bieten.»