Mirabaud holt zwei Aktienchefs für neue globale Strategie

Mirabaud Asset Management (MAM) baut seine Kompetenzen im aktiven Aktienmanagement aus. Der Vermögensverwalter der Genfer Mirabaud Gruppe hat Will Ballard und Giles Parkinson zu Global Equity Portfolio Managern ernannt.

Die beiden sind seit dem 1. September 2026 für Mirabaud tätig, haben ihren Sitz in London und berichten an Andrew Lake, Chief Investment Officer (CIO). Ihr Auftrag geht über die Verwaltung bestehender Produkte hinaus: Ballard und Parkinson sollen gemeinsam eine neue globale Aktienstrategie aufbauen.

Diese soll am 1. Oktober 2026 lanciert und innerhalb des Aktienangebots von Mirabaud als globale Kernaktienallokation positioniert werden.

Milliardenportfolios verantwortet

Ballard kommt von Border to Coast Pensions Partnership, wo er als Head of Equities das Aktienanlageteam leitete. Dabei verantwortete er Aktienstrategien mit einem Volumen von rund 15 Milliarden Pfund.

Zuvor war er unter anderem bei Aviva Investors als Head of Emerging Market Equities sowie bei der Royal Bank of Canada und Henderson Global Investors tätig.

Parkinson wechselt von TrinityBridge, ehemals Close Brothers Asset Management, zu Mirabaud. Dort war er ebenfalls Head of Equities und verantwortete Aktien- und Multi-Asset-Strategien im Umfang von rund 6 Milliarden Pfund.

Auch Parkinson verfügt über eine Vergangenheit bei Aviva Investors. Dort lancierte er 2016 die Global Equity Endurance Strategy.

Damit finden zwei Fondsmanager wieder zusammen, die bereits bei Aviva Investors gemeinsam gearbeitet und dort nach Angaben von Mirabaud eine gemeinsame Anlagephilosophie entwickelt hatten.

Aktienauswahl statt Makrowetten

Diese Philosophie soll nun die Grundlage für die neue globale Aktienstrategie bilden. Der Ansatz ist benchmarkorientiert, das aktive Risiko soll jedoch primär über die Auswahl einzelner Unternehmen eingegangen werden.

Unbeabsichtigte Engagements in einzelnen Sektoren, Ländern oder Anlagestilen sollen dagegen möglichst begrenzt werden. Im Fokus stehen qualitativ hochwertige Unternehmen mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen und sich verbessernden Fundamentaldaten.

Dahinter steht die Überzeugung, dass aktive Renditen in erster Linie durch gezielte Unternehmensauswahl und nicht durch unbeabsichtigte makroökonomische Positionierungen entstehen sollten.

Umberto Boccato, CEO von Mirabaud Asset Management, sieht in den beiden Neuzugängen eine Verstärkung des bestehenden Aktienangebots. Ballard und Parkinson verfügten über umfassende institutionelle Erfahrung und eine Anlagephilosophie, die gut zum langfristigen und aktiven Ansatz von Mirabaud passe.

«Struktur der Aktienmärkte hat sich verändert»

Parkinson verweist zugleich auf die veränderten Rahmenbedingungen an den globalen Aktienmärkten. «Es ist an der Zeit anzuerkennen, dass sich die Struktur der Aktienmärkte verändert hat», sagt er. Die Konzentration der Indizes habe zugenommen, gleichzeitig seien die einzelnen Aktien innerhalb der Indizes volatiler geworden.

Die neue Strategie soll nach seinen Worten auf diese Veränderungen reagieren und den heutigen Bedürfnissen der Anleger Rechnung tragen.

Ballard wiederum sieht in der Unabhängigkeit und langfristigen Ausrichtung von Mirabaud die passende Plattform für den neuen Ansatz. Ziel sei es, «in hervorragende Unternehmen zu investieren, die richtigen Risiken einzugehen und diszipliniert zu investieren».

Mirabaud Asset Management ist in den Bereichen Fixed Income, Aktien und Multi-Asset tätig und verfügt über Standorte unter anderem in Genf, Zürich, London, Paris, Madrid und Mailand. Die gesamte Mirabaud Gruppe beschäftigt rund 700 Mitarbeitende.