Solutio plant 150-Millionen-Fonds für Verteidigung – exklusiv für die Schweiz
Der deutsche Private-Markets-Spezialist Solutio will laut eigenen Angaben einen Fonds mit einem Zielvolumen von rund 150 Millionen Euro auflegen. Bemerkenswert ist die geografische Ausrichtung auf der Investorenseite: Das Produkt soll ausschliesslich institutionellen Anlegern in der Schweiz angeboten werden.
Bei den Investments selbst liegt der Schwerpunkt auf Europa einschliesslich Israel. Ergänzend sind Anlagen in Nordamerika vorgesehen. Investiert werden soll nicht direkt in Unternehmen, sondern über ausgewählte Private-Markets-Fonds.
Von Verteidigung bis Raumfahrt
Inhaltlich konzentriert sich die Strategie auf drei Bereiche: Verteidigung und Sicherheit, resiliente Infrastruktur sowie Technologien einschliesslich Luft- und Raumfahrt.
Solutio begründet die Ausrichtung mit steigenden Verteidigungsbudgets, höheren Investitionen in den Schutz kritischer Infrastruktur und dem zunehmenden Streben Europas nach technologischer Souveränität.
Ausbau in der Schweiz
Für Solutio ist das neue Produkt zugleich ein weiterer Schritt beim Ausbau des Schweizer Geschäfts. Die Gesellschaft hatte im März 2025 eine Niederlassung in Zürich eröffnet und Giorgio Lotto zum Head of Business Development Schweiz ernannt.
Beim Schweizer Markteintritt hatte Solutio zunächst einen Infrastrukturfonds mit Fokus auf die Transformation des Energiesektors angekündigt. Nun folgt mit Verteidigung und Sicherheit ein weiteres Real-Assets- und Private-Markets-Thema.
«Nach der Eröffnung unseres Büros in Zürich im Frühling 2025 ist die Schweiz für diese Strategie ein naheliegender Markt», sagt Solutio-CEO Robert Massing. Institutionelle Anleger würden zunehmend Kapital auf Sicherheit, Resilienz und technologische Souveränität ausrichten.
Solutio wurde 1998 gegründet und hat seinen Sitz in Grünwald bei München. Die Gesellschaft entwickelt Anlageprogramme für institutionelle Investoren und Family Offices und konzentriert sich auf Private Equity, Infrastruktur, Private Debt und Immobilien.
Wilshire bringt globale Plattform ein
Bei der Entwicklung des Fonds arbeitet Solutio mit dem US-Finanzdienstleister Wilshire Advisors zusammen. Wilshire soll den externen Alternative Investment Fund Manager (AIFM) als Investmentberater unterstützen. Die eigentlichen Anlageentscheidungen verbleiben beim AIFM.
Wilshire arbeitet nach eigenen Angaben mit rund 300 institutionellen Investoren und Finanzintermediären zusammen, berät Vermögen von etwa 1,6 Billionen Dollar und verwaltet rund 220 Milliarden Dollar.















