VanEck lanciert ersten ETF auf Chinas Halbleiterindustrie
Der Fonds umfasst laut Mitteilung vom Mittwoch 25 Positionen und bildet den MarketVector China Semiconductor 10 Prozent Capped Screened Index physisch nach. Berücksichtigt werden nur Unternehmen, die mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes mit Halbleitern oder Halbleiterausrüstung erwirtschaften.
Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0,65 Prozent. Der ETF wird unter dem Börsenkürzel SMHC gehandelt und ist in US-Dollar denominiert. Erträge werden reinvestiert.
China investiert in eigene Chipindustrie
Hintergrund der Lancierung sind die Bestrebungen Chinas, eine eigenständige Halbleiterindustrie aufzubauen. Das Land gehört zu den weltweit grössten Abnehmern von Chips, ist bei der Produktion technologisch anspruchsvoller Halbleiter aber weiterhin stark vom Ausland abhängig.
Die verschärften US-Exportbeschränkungen erhöhen den Druck auf China, eigene Alternativen zu entwickeln. Davon profitieren nach Einschätzung von VanEck unter anderem der Chiphersteller Cambricon und der Anlagenbauer NAURA, die ausländische Anbieter auf dem chinesischen Markt teilweise ersetzen können.
Politische Risiken bleiben hoch
Allerdings sind Anlagen in chinesische Halbleiterunternehmen mit erheblichen politischen und regulatorischen Risiken verbunden. Handelsbeschränkungen, staatliche Eingriffe und die Konzentration auf einen einzelnen Industriesektor können zu starken Kursschwankungen führen.
VanEck verwaltet weltweit rund 244 Milliarden Dollar. Zum bestehenden Angebot gehört unter anderem ein international ausgerichteter Halbleiter-ETF, der nach Angaben des Unternehmens ein Volumen von mehr als acht Milliarden Dollar erreicht hat.















