Armelle Comte: «Luftfahrt war nie meine Leidenschaft – aber sie wurde es»
Armelle Comte, wie sind Sie in die Luftfahrtbranche eingestiegen?
Durch Zufall. Während meines Studiums in London suchte ich befristeten Job. Das Callcenter von Air France wurde erweitert und suchte telefonische Verkaufsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter mit Spanischkenntnissen.
Da habe ich mich beworben und die Stelle bekommen. Die Luftfahrt war damals nicht meine Leidenschaft, aber dank Air France wurde sie es.
Was gefällt Ihnen denn an Ihrer Arbeit am meisten?
Zunächst einmal repräsentiere ich eine Premium-Fluggesellschaft mit einem ausgezeichneten Ruf. Es ist wichtig, für ein Unternehmen zu arbeiten, dessen Werte ich teile.
Am meisten schätze ich mein Team – dessen Engagement ist unbezahlbar. Als Fluggesellschaft müssen wir uns ständig neu erfinden, um unsere Kundinnen und Kunden zu begeistern und ihre Reisen so reibungslos und angenehm wie möglich zu gestalten. Jeder Tag ist ein neues Abenteuer.
Technologie und Digitalisierung sind heute allgegenwärtig. In welchem Umfang setzt Air France Künstliche Intelligenz (KI) im Angebot ein?
KI steht im Zentrum der Innovationsstrategie von Air France. Wir nutzen sie zur Optimierung des Flugbetriebs, zur Vorhersage von Wartungsbedarfen sowie zur Reduzierung des Treibstoffverbrauchs durch Eco-Piloting.
Und für die Kundinnen und Kunden?
KI ermöglicht intelligente Chatbots, mehrsprachige Unterstützung und personalisierte Services. Intern helfen Tools wie TALIA den Mitarbeitenden, effizienter zu arbeiten.
Mit unserer «AI Factory» und mehr als 80 laufenden Projekten im Bereich der generativen KI nutzt Air France Technologie, um sicherere, intelligentere und nachhaltigere Reiseerlebnisse zu schaffen.
Welche Dienstleistungen bietet Air France Geschäftsreisenden mit Wohnsitz in der Schweiz an?
Wir offerieren ein umfassendes Premium-Erlebnis mit Fokus auf Effizienz und Komfort. Von Priority-Services am Flughafen und Zugang zu eleganten Lounges über vollständig flache Sitze, Gourmetküche und Clarins-Wellness-Kits an Bord – jedes Detail soll französische Gastfreundschaft verkörpern.
«Bis zum Sommer wird der Grossteil unserer Flotte Highspeed-WLAN anbieten – kostenlos für alle Flying-Blue-Mitglieder dank unserer Partnerschaft mit Starlink.»
Viele Air-France-Flugzeuge verfügen in der Business Class über Schiebetüren für mehr Privatsphäre. Bis zum Sommer wird der Grossteil unserer Flotte Highspeed-WLAN anbieten – kostenlos für alle Flying-Blue-Mitglieder dank unserer Partnerschaft mit Starlink.
Firmenkunden profitieren von Programmen wie Bluebiz, das flexible Buchungen, Kostenkontrolle und Prämien ermöglicht. Mit Verbindungen via Paris zu mehr als 200 Destinationen weltweit stellt Air France sicher, dass Schweizer Geschäftsreisende komfortabel, stilvoll und sorgenfrei unterwegs sind.
Bei Flügen über Paris-Charles de Gaulle (CDG) zu Überseezielen: Welche Annehmlichkeiten bietet die dortige Business-Class-Lounge von Air France?
Gäste geniessen französische Gourmetküche, kreiert von renommierten Spitzenköchen, hochwertige Wein- und Champagnerbars, Wellnessangebote, Spa-Behandlungen sowie Duschsuiten.
Die Lounges sind sowohl auf Entspannung als auch auf Produktivität ausgelegt und verfügen über Ruhezonen, Co-Working-Bereiche, Highspeed-WLAN und elegante Innenräume mit Blick auf das Rollfeld – ein stilvolles Ambiente.
Air France und die holländische KLM fusionierten 2004 zur Air France-KLM Group (AF/KLM), einer der grössten Airline-Gruppen Europas, mit zwei Marken und Drehkreuzen (Paris-CDG und Amsterdam-Schiphol). Welche Vorteile ergeben sich daraus für Geschäftsreisende?
Die Partnerschaft bietet Schweizer Geschäftsreisenden grosse Flexibilität und Konnektivität. Gemeinsam ermöglichen wir Zugang zu einem globalen Streckennetz von mehr als 300 Destinationen, abgestimmte Flugpläne über die Drehkreuze in Paris und Amsterdam sowie nahtlose Umsteigeverbindungen.
Firmenkunden profitieren von einheitlichen Programmen wie Bluebiz und Flying Blue, die Priority-Services und Lounge-Zugang bei beiden Fluggesellschaften gewährleisten.
Diese Zusammenarbeit bedeutet mehr Flugoptionen, optimierte Reisezeiten und ein Premium-Erlebnis von der Buchung bis zur Ankunft.
In diesem Jahr wird AF/KLM die Mehrheit an der skandinavischen Fluggesellschaft SAS erwerben. Inwiefern werden Kundinnen und Kunden davon profitieren?
Die geplante Mehrheitsbeteiligung an SAS wird unser gemeinsames Netzwerk in Nordeuropa erweitern und zusätzliche Destinationen sowie bessere Verbindungen über die Drehkreuze in Paris, Amsterdam und Skandinavien ermöglichen.
Reisende profitieren von harmonisierten Flugplänen, Loyalitätsvorteilen über Flying Blue sowie dem Zugang zu weiteren Lounges und Priority-Services.
Welche Pläne hat Air France in diesem Jahr in der Schweiz?
Wir erhöhen unsere Kapazität ab Zürich und behalten gleichzeitig die bisherigen Frequenzen ab Genf und Basel bei, so dass wir Schweizer Reisenden mehr Sitzplätze anbieten können.
«Wir erhöhen unsere Kapazität ab Zürich.»
Zudem möchten wir unseren Firmenkundenstamm ausbauen und uns gemeinsam mit KLM als beste Alternative zur nationalen Fluggesellschaft positionieren.
Darüber hinaus planen wir, mehr Kundinnen und Kunden für unser unternehmenseigenes SAF-Programm (Sustainable Aviation Fuel) zu gewinnen, um Unternehmen bei der Reduzierung ihrer CO₂-Emissionen im Geschäftsreiseverkehr zu unterstützen. Auch Individualreisende können über unsere zusätzlichen SAF-Tarife dazu beitragen.
Welche Destination von Air France/KLM steht noch auf Ihrer persönlichen Wunschliste?
Im vergangenen November haben wir die Route nach Phuket in Thailand mit drei wöchentlichen Flügen ins Angebot aufgenommen – und ich überlege, mit meiner Familie dorthin zu reisen.
Armelle Comte stiess vor bald 20 Jahren in London zu Air France. Im Jahr 2011 wechselte sie in die Schweiz, wo sie zunächst die Funktion der Corporate Sales Managerin übernahm, einschliesslich der Verantwortung für Liechtenstein. Mit Sitz in Genf wurde sie im September 2023 zur Country Sales Managerin beider Länder ernannt.















