Der Appell von Donald Trump Jr. und der Wunsch von alt Botschafter Thomas Borer
Die Aufregung war gross. Menschengruppen vor dem Mandarin Oriental Savoy, Zürich, wo Donald Trump Jr. zusammen mit seiner Frau Bettina Anderson auf Honeymoon mutmasslich logieren. Menschengruppen vor dem Zunfthaus zur Saffran, dem Austragungsort. Und reihum Sicherheitsbeamte.
Der Sohn des amerikanischen Präsidenten nahm am Donnerstagnachmittag auf Einladung von Davos Lodge an einem Treffen mehrerer hochkarätiger Wirtschaftsgrössen in Zürich teil. Unter ihnen war auch John Koudounis, Präsident und CEO von Calamos Investments, mit dem er sich über Bitcoin unterhielt. Die gut 60 Teilnehmer handverlesen. Das Thema des «Global Economic Roundtable»: Wer gestaltet die Weltwirtschaft.

Gut 60 ausgewählte Personen wohnten dem Auftritt von Donald Trump Jr. in Zürich bei. (Bild: finews)
Trump Jr. verteidigte bei seinem Auftritt die Nahost-Politik seines Vaters. Es sei eine einmalige Chance, die Probleme in der Region zu lösen. Zu lange habe man dies unterlassen. Experten, die 40 Jahre lang nichts zu einer Lösung beitragen würden, werde zum Teil des Problems, so Trump Jr: «Mein Vater ist nicht der klassische Politiker: Er denkt nicht an die nächsten Wahlen. Er ist ein Dealmaker. Das ist unsere Chance», so Trump Jr.
Westen müsse sich von China emanzipieren
Ähnlich seine Haltung im Konflikt mit China. Es sei höchste Zeit, dass sich der Westen von der Abhängigkeit Chinas lossage. Dies gelinge nicht von heute auf morgen, das sei klar. «Aber es ist wichtig, dass wir diesen Schritt endlich tun.»
Von Moderator Thomas Borer, dem ehemaligen Schweizer Botschafter, auf den Ukraine-Krieg angesprochen, sagte Trump Jr.: «Das Töten muss endlich ein Ende haben. Aber ich glaube nicht, dass Selenski wirklich einen Deal will.»
Was Europa anbelangt, meinte Trump Jr., es sei Zeit, dass sich Europa selbstständig mache und sich nicht mehr länger auf die Dienste des «Big Guy» verlasse.
Borer entliess den Sohn des amerikanischen Präsidenten mit dem Wunsch, er möge doch bei seinem Vater ein gutes Wort für die Schweiz einlegen, damit dieser die Zölle senke, am besten auf 5 Prozent, unter das Niveau der EU. Die Schweiz sei ein enger Freund der USA. «Und ich bin ein grosser Fan von Schweizer Uhren», so Trump Jr.
Trump Jr. nahm im Anschluss an seinen Auftritt zusammen mit seiner Frau noch an einem Dinner im Zunfthaus zur Saffran teil.

Das Dinner im Zunfthaus zur Saffran. (Bild: finews)















