Wealth Manager haben Mobile-Banking noch nicht verstanden

Die grossen Privatbanken stehen mit einem Bein noch in der digitalen Steinzeit – zumindest was die Apps für die Kundschaft betrifft. Zu diesem Schluss kommt das Beratungsunternehmen MyPrivateBanking.

Jede Sparkasse brüstet sich mittlerweile mit einer eigenen Banking-App. Bei den grossen Privatbanken gehört das mobile Banking derweil bereits zum Standard. Allein: Die grosse Mehrheit dieser Apps bieten den Kunden bloss Basisfunktionen wie Kontoführung, Portfolioüberwachung und Marktinformationen.

Das Schweizer Beratungsunternehmen MyPrivateBanking zieht nach einem App-Test der 30 grössten Wealth Manager das Fazit: Die meisten dieser Apps taugen nicht in einer Welt, in welcher das Smartphone der Schlüssel für das Banking sein wird.

Apps sind nicht Teil einer Gesamtstrategie

Der Grund: Die meisten Apps sind kaum personalisiert und sind als Bestandteil einer umfassenden Private-Banking-Strategie nicht erkennbar. Mobiles Banking sei bei den meisten Wealth Managern kein integrierter Bestandteil für Beziehung und Kontakt zum Kunden.

Dieser und seine Bedürfnisse änderten sich allerdings rasant, wie MyPrivateBanking angesichts des Siegeszugs des Smartphones für Allttagsgeschäfte festhält.

Credit Suisse unter den besten fünf

Ausnahmen gibt es: So zeigten die App der Singapurer Bank DBS, der Citi Private Bank und von BNP Paribas gute Ansätze, wie sich mobile Banking in eine umfassen Kunden- und Dienstleistungstrategie integrieren lässt.

Relativ gute Noten erhält auch die App der Credit Suisse, die unter den besten fünf landet. Die meisten Banken sähen ihre Apps hingegen mehr als zusätzliche Dienstleistung, was nicht genüge.

HNWI brauchen aussergewöhnliche Apps

Die Beziehung Berater-Kunde werde mobiler, so die Prognose. Kommunikation, Interaktion, Verkauf, Handel und auch die Akquise neuer Kunden werde über das Smartphone laufen, so die Berater.

Die Banken sollten insbesondere für ihre High-Net-Worth-Kunden aussergewöhnliche Apps bauen. Diese sollten mindestens über alle Kernfunktionen für die Anlageberatung, -information sowie Brokerage verfügen. Und sie müsse einen hervorragenden Kommunikationskanal zum Berater bieten, wie Instant Messaging oder Video Chat.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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