Josef Ackermann unter Anklage

Dem ehemaligen Chef der Deutschen Bank droht ein Prozess wegen Falschaussagen vor Gericht. Der Fall Leo Kirch verfolgt damit noch immer ehemalige wie aktuelle Top-Manager der Deutschen Bank.

Die Anklageschrift gegen Josef Ackermann werde in diesen Tagen von der Staatsanwaltschaft in München dem Landgericht zugestellt, schrieb die «Süddeutsche Zeitung» am Dienstag unter Berufung auf Informationen von Verfahrensbeteiligten.

Gegenstand der Anklage seien Ackermanns mutmassliche Falschaussagen vor Gericht, als die Schadenersatzklage des deutschen Medienmoguls Leo Kirch gegen die Deutsche Bank verhandelt worden war. Der Prozess endete mit einer Vergleichszahlung von 925 Millionen Euro an die Kirch-Erben. Leo Kirch erlebte dies nicht mehr, er verstarb 2011.

Die ganze alte Garde ist betroffen

Die Münchner Staatsanwaltschaft erklärte gemäss dem Bericht, das Ermittlungsverfahren sei abgeschlossen. «Erst wenn die Betroffenen über das Ergebnis informiert sind, können wir uns äussern.»

Ackermann ist nicht der einzige Top-Manager der Deutschen Bank, der gemäss Bericht angeklagt wird. In den Akten seien auch Anklageschriften gegen Ackermanns Vorgänger Rolf Breuer, Clemens Börsig und Tessen von Heydebreck enthalten. Börsig war auch Aufsichtsrat der Deutschen Bank gewesen.

Zudem soll auch Jürgen Fitschen, derzeitiger Co-Chef des Finanzinstituts angeklagt sein. Alle Beteiligten weisen die Vorwürfe der Falschaussage zurück.

Schon ein Richter hatte Anfangsverdacht

Wobei für Fitschen die Lage noch am besten aussieht: Die Vorwürfe gegen ihn wiegen weniger schwer als gegen seine Mitangeklagten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die Anwälte der Deutschen Bank nicht davon abgehalten zu haben, vor Gericht falsch auszusagen.
Gegen einige der Anwälte läuft bereits ein separates Ermittlungsverfahren wegen versuchten Prozessbetrugs im Fall Kirch.

Ernster ist Situation für Ackermann, Breuer, Börsig und von Heydebreck, die als Zeugen vor Gericht gelogen und ihre Aussagen abgesprochen haben sollen. Den Verdacht hatte bereits der Richter während des Kirch-Prozesses geäussert.

Dieser war im Dezember 2012 abgeschlossen worden. Wenige Tage später suchte die Polizei während einer Razzia bei der Deutschen Bank nach neuen Beweismitteln.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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