Grossfusion im Fürstentum

Die VP Bank will im Januar 2015 die Centrum Bank übernehmen und in den darauffolgenden Monaten eine Fusion durchführen. Der Centrum-Bank-CEO Olivier Jaquet scheidet überraschend aus.

Die Marxer Stiftung für Bankwerte, heutige Alleineigentümerin der Centrum Bank, beteiligt sich in der Höhe des Kaufpreises an der VP Bank und wird dadurch zu einer Ankeraktionärin, wie die beiden Unternehmen am Montagabend mitteilten.

In einem ersten Schritt übernimmt die VP Bank vorbehältlich der aufsichtsbehördlichen Genehmigung die Centrum Bank in Vaduz für einen Kaufpreis von rund 60 Millionen Franken. Der definitive Kaufpreis wird auf der genauen Höhe der übertragenen Kundenvermögen festgelegt werden.

Die Übernahme beinhaltet Vermögenswerte in der Grössenordnung von rund 6 Milliarden Franken, womit die Kunden- und Custody-Vermögen der VP-Bank-Gruppe auf rund 46 Milliarden Franken steigen.

Stellenabbau mit grosser Wahrscheinlichkeit

In einem zweiten Schritt wird die Centrum Bank Vaduz mit der VP Bank fusioniert werden. Bei diesem Zusammenschluss der beiden Banken unter dem Namen VP Bank AG werden die Arbeitsverhältnisse der heute rund 90 Mitarbeitenden der Centrum Bank Vaduz auf die VP Bank übertragen.

Im Laufe des Jahres 2015 erfolgt eine Konsolidierung im personellen Bereich, die sozialverträglich sein wird, was mit anderen Worten heisst, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach zu einem Stellenabbau kommen wird. Entsprechend erklärt die VP Bank denn auch: «Für die betroffenen Mitarbeitenden der Centrum Bank und der VP Bank ist ein Sozialplan mit gleichwertigen Bedingungen in Erarbeitung.»

Gute Aussichten für Centrum-Berater

Für die Kunden der Centrum Bank gibt es dem weiteren Vernehmen nach keinen Handlungsbedarf: Sie bleiben bis zur Fusion Kunden der Centrum Bank und werden danach automatisch zur fusionierten VP Bank überführt.

Die Kundenberater der Centrum Bank werden in der VP Bank weiterbeschäftigt. Somit werden die Kunden der Centrum Bank weiterhin von ihrem persönlichen Berater betreut.

Personelle Veränderungen

Die Marxer Stiftung für Bankwerte, heutige Alleineigentümerin der Centrum Bank, wird sich im Gegenwert von 60 Millionen Franken an der VP Bank beteiligen. Nach Durchführung der Kapitalerhöhung wird die Marxer Stiftung für Bankwerte gut 11 Prozent des Kapitals und 6 Prozent der Stimmrechte an der VP Bank halten.

Anlässlich der Generalversammlung der VP Bank am 24. April 2015 soll Florian Marxer zur Wahl in den Verwaltungsrat der VP Bank vorgeschlagen werden.

Olivier Jaquet, seit August 2013 CEO der Centrum Bank Vaduz, verlässt die Centrum Bank per heutigem Datum auf eigenen Wunsch, wie es von offizieller Seite heisst.

VP-Leute übernehmen die Schaltstellen

Bis zur Übernahme der Centrum Bank im Januar 2015 durch die VP Bank besteht die Geschäftsleitung der Centrum Bank Vaduz aus Giovanni Leonardo, Chief Investment Officer, und Jürg Mühlethaler, Chief Operating Officer.

Nach der Aktienübernahme bis zur Fusion ist vorgesehen, den Verwaltungsrat der Centrum Bank mehrheitlich mit Mitgliedern der Geschäftsleitung der VP Bank zu besetzen. In diesem Zeitraum soll auch die Geschäftsleitung der Centrum Bank mit Führungskräften der VP Bank verstärkt werden.

Fredy Vogt, Verwaltungsratspräsident der VP-Bank-Gruppe, kommentiert die angekündigte Fusion wie folgt: «Durch die Fusion mit der Centrum Bank Vaduz nimmt die VP Bank eine wesentlich stärkere Position am Bankenplatz Liechtenstein ein. Zudem wird eine weitere verlässliche und langfristig orientierte liechtensteinische Familie Ankeraktionärin der VP Bank.»

Beratungs- und Beteiligungsgesellschaften ausgeschlossen

Von der Transaktion ausgeschlossen sind die von der Centrum Bank Vaduz gehaltenen Beteiligungen an der Centrum Beratungs- und Beteiligungen AG (ehemals Centrum Bank (Schweiz) AG) und der Belvédère Asset Management AG. Die Belvédère Asset Management AG und die VP Bank planen eine enge Zusammenarbeit.

Des Weiteren wird eine Kooperationsvereinbarung zwischen der VP Bank und den der Familie Marxer nahestehenden Unternehmen abgeschlossen werden, mit welcher die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Centrum Bank Vaduz und diesen Gesellschaften weitergeführt werden soll, wie es weiter heisst.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

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Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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