Renminbi-Hub: Zürich hat sich durchgesetzt

Lange war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch nun hat sich Zürich gegen Genf durchgesetzt. Das chinesische Finanzinstitut, das sich noch in diesem Jahr in der Schweiz niederlassen will, wird seinen Sitz in der Limmatstadt haben.

Jetzt ist es offiziell: Die China Construction Bank (CCB) wird sich für ihren Schweizer Sitz in Zürich niederlassen. Dies schreibt die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» (Artikel kostenpflichtig). Die CCB wird dabei vor allem als Clearing-Bank für den Handel mit der chinesischen Währung Renminbi agieren.

«Eine Niederlassung der CCB in Zürich ist ein grosser Erfolg für den Finanzplatz Schweiz und fördert die weitere Annäherung zwischen China und der Schweiz», bestätigte der Genfer Staatsrat Pierre Maudet gegenüber der Tageszeitung.

Grossbanken von Vorteil für Zürich

Vor knapp zwei Wochen war bekannt geworden, dass sich die CCB in der Schweiz ansiedeln werde, wie auch finews.ch gemeldet hatte.

Ein konkreter Antrag lag damals aber nicht vor. Offen war zudem, ob sich die staatliche Bank in Genf oder Zürich niederlässt. Zwischen den beiden Schweizer Städten herrschte ein harter Wettbewerb. Den Ausschlag dürfte die Nähe zu den beiden Grossbanken gegeben haben, vermutet «Le Temps».

Genf geht doch nicht ganz leer aus

Die China Construction Bank ist die drittgrösste Bank der Volksrepublik China. Sie beschäftigt weltweit gut 355'000 Personen (davon 310'000 allein in China), hat mehr als 14'000 Filialen und etwa 12'500 Geldautomaten.

Die Rhonestadt geht aber nicht ganz leer aus. Zur Debatte steht laut dem Bericht noch die Eröffnung einer Zweigstelle in Genf. Ausserdem bekundet offenbar eine andere Bank aus dem Reich der Mitte ein gewisses Interesse, in der Rhonestadt Fuss zu fassen. Es ist die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), wie finews.ch schon im vergangenen September berichtete.

 

 

 

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