CS: Der Kundenberater ist jetzt auch Netzwerker

Die Credit Suisse hat zuerst in Asien ihre digitale Private-Banking App lanciert. Jetzt ist die Anwendung auch in der Schweiz verfügbar – vorerst allerdings nur in einer «abgespeckten» Version. Was das für die Berater an der Front bedeutet.

Die Credit Suisse (CS) lud am Dienstag zum Mediengespräch ein und stellte ihre neue Private Banking App vor. Ab sofort können Kunden der Grossbank ihr Vermögen via Smartphone oder Tablet verwalten.

Neben den bekannten E-Banking-Funktionen, kann der Kunde die Nutzeroberfläche individuell gestalten. Weiter besteht die Möglichkeit, das Portfolio nach Währungen, Wirtschaftssektoren oder Vermögensklassen zu analysieren. Zudem wurde der Wertschriftenhandel über die App vereinfacht.

Mit im Paket ist zudem ein Zahlungsassistent. Dieser ermöglicht unter anderem, Einzahlungsscheine mit dem Tablet einzuscannen.

Veraltete IT verzögert umfassende Lancierung

Noch nicht möglich ist hingegen die Interaktion mit einem Kundenberater per Video-Chat. Anders als in Asien, wo die CS im vergangenen März eine entsprechende App lancierte, ist die Video-Kommunikation in der Schweiz erst gegen Ende nächsten Jahres vorgesehen.

Grund für die Verzögerung ist die in die Jahre gekommen IT der Grossbank. «Die relativ alte IT-Plattform in der Schweiz besteht aus verschiedenen Kernsystemen, die es zuerst zu entflechten gilt», sagte Marco Abele (Bild), Chef Digital Private Bank an der Medienveranstaltung.

Berater wird nicht ersetzt

In Zukunft wird somit das klassische Telefon als Beratungstool noch stärker von der Bildfläche verschwinden. Der Kundenberater selber werde aber nicht von der Technik verdrängt – im Gegenteil.

«Der Kundeberater steht weiterhin im Mittelpunkt», versicherte Abele. Seine Rolle werde sich aber laufend weiterentwickeln, da der Kunde künftig auf der Plattform auch direkt mit hauseigenen Spezialisten in Kontakt treten könne.

Insofern werde der Kundenberater eine Art Netzwerker-Funktion einnehmen, sagte Abele. Wie genau er das meint, erklärte er kürzlich auch in einer internen Publikation der Bank.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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