Julius Bär: In der Schweiz sparen, in Deutschland ausbauen

Die Privatbank will in der Schweiz massiv Kosten sparen und baut auch Personal ab. In Deutschland ist Julius Bär dagegen im Ausbaumodus.

Personell aufgestockt hat Julius Bär bereits in München sowie in Hamburg. Zur Niederlassung in der bayerischen Hauptstadt stiess Elefterios Tsantis von der Privatbank Hauck & Aufhäuser, wie das deutsche «Private Banking Magazin» am Donnerstag schrieb.

Jurgen Worl 160Tsantis ist Kundenberater und werde Generalbevollmächtigter in München. Er arbeitet unter Jürgen Wörl (Bild), der vom Team- zum Niederlassungsleiter befördert worden ist.

Deutschland-Chef Heiko Schlag sagte gemäss dem Bericht, für den Münchner Standort und das Geschäft in Süddeutschland werde weiteres Personal gesucht. Auch die Julius-Bär-Niederlassung in Hamburg erhielt Zuwachs.

Früherer Credit-Suisse-Mann

Zum Team von Sven Nykamp stiess Frank Harnau als Senior-Kundenberater. Harnau kommt von der Bethmann Bank, arbeitete aber bei der Credit Suisse, bevor diese ihr Privatkundengeschäft an Bethmann verkaufte.

Mit dem Ausbau unterstreicht Julius Bär die Ambitionen in Deutschland, wo nach Jahren der Aufbauarbeit vergangenes Jahr der Breakeven erreicht worden war.

In der Schweiz baut die Bank hingegen Personal ab. CEO Boris Collardi hatte wegen der starken Frankenaufwertung Julius Bär ein Sparprogramm verordnet, dem insgesamt 200 Stellen zum Opfer fallen – mehrheitlich in der Schweiz. Insgesamt will Julius Bär 100 Millionen Franken einsparen.

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