Neue Machtverhältnisse in der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank im Umbruch: ein neuer Chef im Private Banking, (noch) mehr Macht für Anshu Jain und verschiedene Spitzenmanager, welche Deutschlands grösstes Kreditinstitut verlassen.

Die Deutsche Bank ordnet die Machverhältnisse an der Spitze neu. Sie ernennt Christian Sewing (Bild) zum neuen Chef des Privatkundengeschäfts. Der 44-Jährige ersetzt Rainer Neske, der die Bank nach 25 Jahren verlassen wird. Dies berichtete die Deutsche Bank am Mittwochabend.

Sewing muss die Ende April beschlossene «Strategie 2020» umsetzen. Diese beinhaltet unter anderem die Abspaltung der Postbank sowie ein scharfes Sparprogramm. Gegen 200 Filialen sollen bis 2017 geschlossen werden.

Neske gibt sich geschlagen

Neske muss gehen, weil er bis zuletzt dafür gekämpft hatte, die Postbank und das Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank zu verzahnen und gemeinsam als unabhängige Einheit zu etablieren.

Gleichberechtigung der Co-Chefs aufgehoben

Zugleich werden die Machtverhältnisse der beiden Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen neu geregelt. Jain wird laut Pressemitteilung die Verantwortung für die Strategie übertragen. Damit bekommt er eine wichtigere Rolle zugesprochen als der 67-jährige Fitschen. Sein Vertrag läuft formal noch bis zum März 2017.

Zudem wurden die Verwantwortlichkeiten von zahlreichen Spitzenmanagern neu geregelt. Mehr dazu hier.

Alan Cloete, Co-Chief Executive Officer der Region Asien/Pazifik, und Colin Grassie, Chief Executive Officer für Grossbritannien verlassen die Deutsche Bank in Kürze, wie am Mittwochabend weiter zu erfahren war.

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