BLKB: Lockangebot vom Crowdlending-Pionier

Als erstes Finanzinstitut in der Schweiz hat die Basellandschaftliche Kantonalbank eine Crowdlending-Plattform lanciert. Für die Starthilfe greift sie nun in die eigene Tasche.

Es war eine Pioniertat aus unerwarteter Ecke: Ausgerechnet die kleine Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) wagte sich letzten Juli vor, um den etwa in den USA schon stark ausgeprägten Trend des Crowdlending auch in der Schweiz zu lancieren.

Finews.ch berichtete damals exklusiv über die Pläne, welche die Bank mit der Pioniertat hegte.

Nun ist die Plattform miteinander-erfolgreich.ch aufgeschaltet – und die BLKB greift für die Starthilfe gleich selber in die Tasche. Das geht so: Wenn ein Crowdfunding-Projekt über 50 Prozent der Zielsumme erreicht hat, wird auch die Staatsbank zur Unterstützerin – und schiesst mindestens 500 Franken ein (siehe Video). Diese Aktion läuft ab 17. August bis Ende 2015, wie es weiter heisst.

Von den auf der Webseite aufgeführten vier aktuellen Projekten – etwa eine Mikro-Imkerei oder ein Jugend-Lagerplatz – hat jedoch noch keines die nötige Schwelle erreicht.

Regulatorische Hürden

Hinter der BLKB-Initiative schlummert viel Potenzial, das aber erst geweckt werden will. So wurde die Crowdlending-Plattform vom Schweizer Telekom-Riesen Swisscom entwickelt, der mit über 170 hiesigen Banken Geschäftszbeziehungen unterhält. Das würde eigentlich für einen breiten Einsatz sprechen – doch ausser der BLKB hat sich am hiesigen Bankenplatz noch kein Institut mit Nachdruck dem Crowdlending verschrieben.

Ebenso stehen der Nutzung noch regulatorische Hürden im Weg. Denn die Akteure können ihre Transaktionen nur über ein Konto bei der BLKB abwickeln. Um ein solches zu eröffnen, müssen sie sich jedoch zwingend persönlich bei einer Filiale der Staatsbank indentifizieren.

Und damit wird aus dem digitalen Potenzial ganz schnell eine analoge Realität.

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Die Grossbank UBS hat mit einer Zahlung von 15 Millionen Dollar an die US-Börsenaufsicht SEC ein Verfahren um den Verkauf komplizierter Derivate an Privatkunden beigelegt.

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