Wells Fargo: Credit-Suisse-Zufluss nicht der Rede mehr wert

WellsFargo@shutterstock.com

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Für beide Banken sah es letzten Oktober nach dem idealen Deal aus: Die Credit Suisse (CS) konnte ihr US-Private-Banking-Geschäft (Brokerage) verkaufen, wo die Grossbank die kritische Grösse nicht erreichte. Und die amerikanische Wells Fargo sah sich plötzlich um 250 erfahrene CS-Berater verstärkt.

Doch es kam anders, wie auch finews.ch berichtete. Die CS-Broker liefen in Scharen zu anderen Banken über, nicht zuletzt zur CS-Erzrivalin UBS. Letztere hiess so viele Kundenberater willkommen, dass die CS gar bei der US-Aufsicht Beschwerde gegen die grösste Schweizer Bank einlegte.

Kein Riesenwurf

Bei Wells Fargo ist seither die grosse Ernüchterung eingekehrt. Wie das amerikanische «Wall Street Journal» (Artikel bezahlpflichtig) den amerikanischen Bank-Riesen zitierte, will dieser gar nicht mehr darüber reden, wie viele CS-Broker er anziehen konnte. «Bezüglich der Zahlen ist das nicht ein Riesenwurf» hiess es knapp im Hauptquartier von Wells Fargo in San Francisco.

Man habe aber exakt die Leute anziehen können, die man brauche.

Trotz allem betrachtet Wells Fargo den Deal mit der CS als gelungen. Jetzt gehe es ums Onboarding der Kunden, hiess es. Das werde noch zwei Quartale in Anspruch nehmen.

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NEWS GANZ KURZ

Valartis

Die liechtensteinische Finanzaufsicht und die Börse Hongkong haben den Verkauf ihrer Liechtensteiner Tochter der Valartis Gruppe an die Citychamp Watch & Jewellery Group genehmigt hat. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2016 abgeschlossen werden.

Swiss Life

Der Zürcher Heimatschutz (ZVH) gibt beim Warenhaus Manor auf. Er akzeptiert den Entscheid des Verwaltungsgerichts, dass das Manor-Gebäude an der Zürcher Bahnhofstrasse kein Warenhaus bleiben muss. Die Eigentümerin der Liegenschaft, die Swiss Life, will das traditionsreiche Gebäude umbauen und umnutzen.

WIR Bank

Die Genossenschaft-Bank hat den Halbjahresgewinn um 115 Prozent auf 17,2 Millionen Franken gesteigert. Zwar wurde das Ergebnis auch durch den Verkauf von nicht benötigten Immobilien begünstigt, doch auch ohne diesen ausserordentlichen Ertrag lag das Gewinnwachstum bei 44 Prozent.

Luzerner Kantonalbank

Die Luzerner Kantonalbank begibt eine 0,1-Prozent-Anleihe über 375 Millionen Franken. Die Laufzeit beträgt fünfzehn Jahre. Zeichnungsschluss ist der 12. September, die Liberierung erfolgt auf den 15. September 2016.

Allianz Suisse

Der Sachversicherer hat im ersten Halbjahr das Prämienvolumen um 1,9 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Franken erhöht. Der Halbjahres-Gewinn kletterte um 12,2 Prozent auf 142 Millionen Franken. Damit setzt Allianz Suisse den positiven Trend fort.

Zürcher Kantonalbank

investiere.ch, die Schweizer Investitionsplattform für Startups, hat eine Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Franken abgeschlossen. Die Zürcher Kantonalbank hat sich dabei substanziell an der Kapital-Erhöhung beteiligt und ist neu Minderheitsaktionärin von investiere.ch.

Swiss Life

Corpus Sireo, eine Tochter-Gesellschaft der Swiss Life Asset Managers, kauft die Firmensitze der Zurich Deutschland in Köln und Bonn. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Was Corpus Sireo mit den Objekten vor hat, ist noch Gegenstand von Verhandlungen mit den Behörden.

Bernerland Bank

Die Regionalbank hat im ersten Halbjahr 2016 den Reingewinn um 6 Prozent auf gut 2 Millionen Franken steigern können. Der Zinserfolg nahm um 1 Prozent auf 10,2 Millionen Franken zu. Trotz des anhaltend schwierigen Zinsumfelds erwartet die Bank für das Geschäftsjahr 2016 einen Reingewinn auf Vorjahreshöhe.

Zürcher Landbank

Die Zürcher Landbank hat im ersten Semester 2016 den Gewinn auf über 1 Million Franken gesteigert. Dies ist ein Folge des höheren Zinserfolges, der um 2,5 Prozent auf 4 Millionen Franken stieg. Die übrigen Erfolgspositionen sowie der Aufwand blieben stabil.

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