Wells Fargo: Credit-Suisse-Zufluss nicht der Rede mehr wert

WellsFargo@shutterstock.com

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Für beide Banken sah es letzten Oktober nach dem idealen Deal aus: Die Credit Suisse (CS) konnte ihr US-Private-Banking-Geschäft (Brokerage) verkaufen, wo die Grossbank die kritische Grösse nicht erreichte. Und die amerikanische Wells Fargo sah sich plötzlich um 250 erfahrene CS-Berater verstärkt.

Doch es kam anders, wie auch finews.ch berichtete. Die CS-Broker liefen in Scharen zu anderen Banken über, nicht zuletzt zur CS-Erzrivalin UBS. Letztere hiess so viele Kundenberater willkommen, dass die CS gar bei der US-Aufsicht Beschwerde gegen die grösste Schweizer Bank einlegte.

Kein Riesenwurf

Bei Wells Fargo ist seither die grosse Ernüchterung eingekehrt. Wie das amerikanische «Wall Street Journal» (Artikel bezahlpflichtig) den amerikanischen Bank-Riesen zitierte, will dieser gar nicht mehr darüber reden, wie viele CS-Broker er anziehen konnte. «Bezüglich der Zahlen ist das nicht ein Riesenwurf» hiess es knapp im Hauptquartier von Wells Fargo in San Francisco.

Man habe aber exakt die Leute anziehen können, die man brauche.

Trotz allem betrachtet Wells Fargo den Deal mit der CS als gelungen. Jetzt gehe es ums Onboarding der Kunden, hiess es. Das werde noch zwei Quartale in Anspruch nehmen.

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NEWS GANZ KURZ

Avaloq

Der Bankensoftwareentwickler Avaloq und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben einen Vertrag zur Evaluierung einer zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bis zum Ende des ersten Quartals 2017 soll analysiert und erarbeitet werden, inwiefern die Umsetzung der Apobank-IT-Strategie mit der Avaloq Banking Suite möglich ist.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank will den britischen Versicherer Abbey Life an die Phoenix Life, eine Gesellschaft der Phoenix Group, verkaufen. Die nun geschlossene Vereinbarung sieht vor, dass Phoenix Life 100 Prozent von Abbey Life zum Preis von 935 Millionen Pfund erwirbt. Abbey Life ist derzeit Teil der Deutschen Asset Management.

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

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Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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