LLB springt ins digitale 21. Jahrhundert

Liechtensteinische Landesbank: Video-Identifikation

Die Liechtensteinische Landesbank nimmt eine Vorreiterrolle bei der Online-Kontoeröffnung ein. Der Gang zum Schalter entfällt für Kunden nun endgültig.

In EU-Ländern ist es bereits vielerorts Standard, aber die Schweizer Regulierungsbehörden brauchten etwas länger, um den Prozess einer Kontoeröffnung bei einer Bank ins digitale Zeitalter zu überführen.

Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) ist nun aber das erste Institut in der Schweiz und in Liechtenstein, welches den Kunden ermöglicht, sich per Video identifizieren zu lassen, wie die Bank am Mittwoch mitteilte.

Die Video-Identifikation vervollständigt bei der LLB die digitale Abwicklung der Kontoeröffnung. Bereits zuvor war es Kunden möglich gewesen, Einzelkonten über die LLB-Internetseite zu eröffnen. Zur Identifikation musste der Kunden dann aber doch jeweils seinen Ausweis an einem LLB-Schalter vorweisen.

Computer und Webcam genügen

Nun nicht mehr: Der Kunde kann sich von seinem Computer aus per Video bei einem LLB-Mitarbeiter identifizieren lassen. Der Kunde muss seinen Reisepass oder seine Identitätskarte vorweisen. Nach der Prüfung der Sicherheitsmerkmale werden das Foto und der Ausweis aufgenommen.

Der Kunde erhält daraufhin per SMS ein Einmalpasswort, mit dem er die Legitimation bestätigen kann. Die LLB-Gruppe arbeitet für diese Lösung mit dem deutschen Unternehmen WebID Solutions zusammen, dem europaweit führenden Anbieter im Bereich der sicheren Online-Identifikation.

Noch nicht per Smartphone

Anstatt Tage dauert so eine Kontoeröffnung nur noch wenige Minuten. Der Service ist damit allerdings an Arbeitsstunden gebunden. Bei der LLB steht er Kunden von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr zur Verfügung. Kunden müssen ihren Wohnsitz in Liechtenstein oder in der Schweiz haben.

Mobil ist dieser Video-Service allerdings noch nicht verfügbar – dies auch aus Sicherheitsgründen. Die LLB arbeitet im Rahmen ihrer Omnikanal-Strategie aber auch an der Verbesserung ihres Mobile-Banking-Angebots.

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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