Der Fintech-Guru verlässt die UBS

Oliver Bussmann

Die UBS verliert ihren wichtigsten Mann im Bereich Digitalisierung. Der Deutsche gilt als einer der einflussreichsten Fintech-Spezialisten. Nun verlässt er die Bank.

Oliver Bussmann geht bei der UBS von Bord. Die UBS bestätigte am Dienstag den Inhalt einer internen Mitteilung, welche der Nachrichtenagentur «Bloomberg» vorlag.

Bussmanns Demission ist für die Grossbank ein herber Verlust. Der Deutsche stiess 2013 vom Softwarekonzern SAP zur UBS und war als Chief Information Officer (CIO) die treibende Kraft hinter den Digitalisierungsanstrengungen der Bank.

Wichtigster Fintech-Kopf

Gemäss verschiedenen Branchenauswertungen gehört der Deutsche zu den einflussreichsten Köpfen im Bereich Fintech, Finance 2.0 und Digitalisierung von Bankdienstleistungen. Auch finews.ch hatte in einer eigenen Aufstellung Bussmann zu den wichtigsten Fintech-Köpfen der Schweiz erkoren. Als intensiver Social-Media-Nutzer hat Bussmann auf Twitter über 16'000 Follower, die seine Meinung über Fintech inspiriert.

Er hat namentlich die Erforschung und Anwendung der Blockchain-Technologie innerhalb der UBS vorangetrieben. Als eine der ersten etablierten Finanzinstitute überhaupt zog die UBS im August 2015 in den inzwischen berühmten Inkubator Level 39 in London ein, um mit einem Team an Anwendungen mit der Blockchain zu tüfteln.

Prophet der Blockchain-Technologie

Bussmann hatte bereits ein Jahr zuvor, als die Blockchain höchstens einer Handvoll Kryptowährungsspezialisten ein Begriff gewesen war, vorausgesagt, diese Technologie werde die Finanzindustrie neu erfinden.

Diese Aussagen des CIO der UBS liess die gesamte Branche aufhorchen. Inzwischen erforschen beinahe jede Grossbank und auch kleinere Finanzinstitute jene Technologie, welche die Kryptowährung Bitcoin erst möglich gemacht hat.

Axel Lehmann übernimmt vorerst

Über die Gründe von Bussmanns Abgang war bislang nichts in Erfahrung zu bringen. Ein Nachfolger werde gesucht, hiess es. Bis dahin wird COO Axel Lehmann Bussmanns Rolle übernehmen.

Lehmann schrieb in einer Mitteilung an Bussmanns Mitarbeiter, dieser habe die Modernisierung der technischen Infrastruktur der Bank vorangetrieben, die Systeme vereinfacht und die Innovation innerhalb der UBS gefördert, was der Bank Wettbewerbsvorteile gebracht habe.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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