GAM: Noch eine Übernahme in Grossbritannien

Cato Stonex, Gründungspartner THS

Cato Stonex, Gründungspartner THS

Der unabhängige Schweizer Vermögensverwalter kauft weiter zu. In Grossbritannien übernimmt GAM eine Boutique, die ideal zur Strategie zu passen scheint.

GAM übernimmt die Investmentfirma Taube Hodson Stonex (THS) mit Sitz in Grossbritannien. Das teilte der Schweizer Vermögensverwalter übers Pfingstwochenende mit.

THS fokussiert auf globale Aktienstrategien und verwaltet Vermögen von rund 1,78 Milliarden Pfund (2,5 Milliarden Franken), wie es weiter hiess. Die Käuferin geht davon aus, dass die Übernahme, vorbehaltlich der üblichen aufsichtsrechtlichen Genehmigungen, im dritten Quartal 2016 abgeschlossen werden kann.

Team bleibt bei GAM

Das Anlageteam von THS, geführt von den vier Geschäftsführern Cato Stonex, Mark Evans, Robert Smithson und Ali Miremadi, wird anschliessend in die Büros von GAM in London umziehen, und die Strategien werden unter der Marke GAM vermarktet werden. Wie vermeldet wurde, war THS bereits einmal Berater für einen Aktienfonds von GAM gewesen.

Aktienexpertise ist ein Feld, in dem GAM gemäss der von CEO Alexander Friedman aufgegleisten Wachstumsstrategie noch zulegen will – so gesehen erscheint der Zukauf genau den Bedürfnissen des Vermögensverwalters zu entsprechen.

Mit der Übernahme von THS wird Friedman zudem erneut in Grossbritannien fündig: Wie auch finews.ch berichtete, akquirierte GAM letzten August die Immobilienfinanzierungs-Sparte der Londoner Vermögensverwalterin Renshaw Bay mit 1,2 Milliarden Dollar an Investorengeldern.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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