Die Credit Suisse stellt wirklich alles auf den Prüfstand

Titel der Ausgabe 2/15 von «One» mit John Hendy

Tidjane Thiam hat Wort gehalten: Sein Antritt als CEO der Credit Suisse war der Auftakt für grundlegende Veränderungen. Wie tief der Prozess geht, zeigt das Beispiel des Mitarbeitermagazins «One».

«Tidjane Thiam liess es sich an seinem ersten offiziellen Tag als CEO nicht nehmen, die Mitarbeitenden im Uetlihof persönlich zu begrüssen», heisst es auf Seite 7  in der letzten Ausgabe des Mitarbeitermagazins «One» des Private Banking und Wealth Management der Credit Suisse (CS).

Dazu ist der CEO auf einem Foto zu sehen, wie er freundlich lächelnd einer Mitarbeiterin des Investor-Relations-Teams der CS die Hand schüttelt. Seither sucht man vergeblich nach weiteren Taten und Aktionen des CEO im «One».

Nur sistiert

Denn das sonst quartalsweise erscheinende Magazin ist seit dem letzten Herbst 2015 nicht mehr erschienen – als ob die Publikation von «One», die jeweils viersprachig war, eingestellt wurde. Es würde angesichts der laufenden Sparmassnahmen in der Bank nicht verwundern, wenn auch das Budget für ein Mitarbeitermagazin gestrichen worden wäre.

Doch dem ist offenbar nicht (ganz) so. Wie ein Sprecher der CS auf Anfrage von finews.ch sagte, ist die Publikation nur sistiert. Zurzeit würden Erscheinungsform und Ausrichtung des Magazins überprüft. Kostengründe habe dies nicht.

Passt nicht mehr zur neuen CS

Vielmehr sei der Grund für den vorläufigen Publikationsstopp von «One» die Neuausrichtung der CS mit ihren vier Divisionen, unter anderem mit dem Internationalen Wealth Management und der Schweizer Universalbank. Diese solle auch inhaltlich und konzeptionell im Mitarbeitermagazin zum Ausdruck gebracht werden. Das alte «One» passt demnach nicht mehr zur neuen CS. Auch dies hat die Strategieüberprüfung ergeben.

Sicherlich ist die Sistierung der «One»-Publikation im Rahmen der gewaltigen Anstrengungen, welche für die Neuausrichtung der Bank notwendig sind, nur eine Randnotiz.

Weiterführung wäre sinnstiftend

Doch sind Mitarbeitermagazine sinnstiftend, fördern Identifikation und Integration und sind Informationsquelle sowohl über strategische und geschäftliche Belange innerhalb der Bank wie auch Ereignisse und Aktivitäten über CS-Teams oder -Mitarbeiter rundum den Globus.

Insofern wäre eine nahtlose Weiterführung von «One» ein möglicherweise nützliches Instrument für Thiam und seine neue Managementtruppe, den Veränderungsprozess kommunikativ zu begleiten.

Unter der Obhut von Peter Goerke

Doch die Arbeiten an der neuen Ausrichtung der Bank hätten Priorität, heisst es auf der Pressestelle. Der Prüfungsprozess von «One» dauere an. Verantwortlich dafür ist in letzter Instanz Peter Goerke, Personal-, Kommunikations- und Markenchef, der mit Thiam vom Versicherer Prudential zur CS gewechselt war.

Zuvor war das Magazin von Pamela Thomas-Graham verantwortet worden, die nun für die CS neue Kundengruppen erschliessen soll – namentlich Frauen, afroamerikanische Personen und die Gemeinschaft von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen (LGBT).

Statt Relaunch eine Sendepause

Die Überprüfung von «One» bedeutet das, was in der Medienbranche ein «Relaunch» genannt wird. Allerdings werden in der Regel solche «Relaunches» so geplant, dass ein nahtloser Übergang von der alten zur neuen Publikation gewährleistet ist. Schliesslich erwarten die Leser die Einhaltung von Publikationsterminen.

Bei «One» ist aber einfach Sendepause. Als Mitarbeitermagazin gebe es ja noch das «Bulletin», welches weiterhin erschienen sei, hiess es bei der CS.

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Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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