Eine Top-Beraterin für Ermotti

Gail Kelly

Die ehemalige Chefin einer australischen Grossbank berät neu die UBS-Konzernleitung rund um Sergio Ermotti. Sie ist erst die dritte Frau mit Einfluss im Führungsgremium der Schweizer Grossbank.

Dabei handelt es sich um Gail Kelly. Sie werde als Senior Global Advisor «die Konzernleitung und mich beraten», erklärte Sergio Ermotti in einer internen Mitteilung, die finews.ch vorliegt.

Gail wird laut Mitteilung aktiv an den Strategiesitzungen der Konzernleitung teilnehmen und Erkenntnisse zu Strategie, Regulierung, Risiken und anderen wichtigen Themen einbringen. Ausserdem werde sie Mitgliedern der Konzernleitung Informationen zu Themen wie Technologie und Diversität sowie zu den Märkten in der Region APAC liefern, so Ermotti weiter.

Glanzvolle Karriere

Die gebürtige Südafrikanerin wanderte mit 19 Jahren nach Sydney aus und liess sich in den folgenden Jahren einbürgern. In Australien startete sie eine glanzvolle Karriere in der Bankenwelt. Den Höhe-Punkt ihres Werdegangs krönte die heute 60-Jährige 2008 mit dem CEO-Posten der australischen Westpac Bank – gemessen am Vermögen die zweitgrösste Bank auf dem Kontinent.

Während dieser Zeit, sie trat 2015 zurück, führte sie den Bankkonzern erfolgreich durch die Finanzkrise, erhöhte die Aktienrendite um 70 Prozent, verdoppelte die Marktkapitalisierung und steigerte den Gewinn pro Aktie um 24 Prozent. Zudem verzeichnete sie zweistellige Zuwachsraten beim Mitarbeiterengagement und bei der Kundenzufriedenheit.

Pionierarbeit in der Frauenförderung

Seitdem erscheint sie jährlich auf der Liste der 100 mächtigsten Frauen der Finanzwelt. Ihre höchste Wertung war der 8. Platz im Jahre 2010, wie auch finews.ch berichtete.

Die vierfache Mutter machte sich einen Namen in der Frauen-Förderung. Ihr Ziel bis 2014 die Frauenquote im Topmanagement auf 40 Prozent zu erhöhen, hatte sie beinahe erreicht. Ihr simples aber wirkungsvolles Rezept: Mehr Flexibilität am Arbeitsplatz.

Eine Portion mehr Frauenpower

Kelly wird als Beraterin für eine Portion mehr Frauenpower in der Konzernleitung sorgen. Derzeit sitzen im 12-köpfigen Gremium nur zwei Frauen, Sabine Keller-Busse (Group Head Human Resources) und Kathryn Shih (President UBS Asia Pacific).

Neben dem neuen Topjob bei der UBS sitzt Kelly im Verwaltungsrat des südafrikanischen Grossverteilers Woolworth. Sie ist unter anderem Mitglied beim Financial Sector Advisory Council Australiens und des renommierten Think Thanks Global Board of Advisors (GBR).

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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