Credit Suisse: Citigroup bediente sich in der «Bad Bank»

Citigroup

Die Credit Suisse hat im vergangenen Quartal aus ihrer Bilanz weitere Risiken entfernt. Als Käuferin sprang die Citigroup in die Bresche.

Darauf ist Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam besonders stolz: Im zweiten Quartal ist es der Bank trotz schwieriger Marktumstände gelungen, die Bilanz von langfristigen Risiken zu entrümpeln.

Unter anderem verkaufte die Credit Suisse (CS) ein Portfolio von 54'000 offenen Derivate-Handelspositionen, was gemäss Finanzchef David Mathers den Hebel in der Bilanz der Bank um 5 Milliarden Dollar senkte.

Altlast aus Zeiten als Derivatehändlerin

Dies ist im Hinblick auf die ab 2019 geltenden Basel-III-Regulatorien besonders wichtig. Genau diese Sorte von Derivate, es handelte sich um Credit Default Swaps, müssen ab dann mit mehr Kapital unterlegt werden. Die CS führte dieses Buch in ihrer «strategic resolution unit», der eigentlichen «Bad Bank» der CS.

Gekauft hat das Paket die US-Bank Citigroup, wie das «Wall Street Journal» (Artikel bezahlpflichtig) berichtete. Für die CS war es eine Altlast aus ihren Zeiten als Derivatehändlerin. Diese Zeiten wirken in der Bilanz noch heute nach.

Gewinner sind die US-Banken

Denn manche dieser CDS haben Laufzeiten von 20 bis 30 Jahren. Je näher das Datum der Fälligkeit rückt, desto mehr Kapital absorbieren sie.

Der Verkauf der CS an die Citigroup ist ein Zeichen der Zeit: Die meisten europäischen Investmentbanken ziehen sich aus kapitalintensiven Handelsgeschäften zurück, US-Banken bleiben drin und bauen es gar noch aus.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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