Steuerstreit: So viele Konti will Frankreich von der UBS

Im Steuerstreit zwischen der UBS und Frankreich ist die Zahl der geforderten Konti bekanntgeworden. Es geht um mehrere Zehntausend vertrauliche Daten.

Die französischen Steuerbehörden verlangen von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) die Herausgabe von 45'161 Konti von der UBS. Dies berichtete die französische Tageszeitung «Le Parisien» am Montag.

Die genaue Anzahl der geforderten Konten stammt aus einem Auszug eines Schreibens der französischen Behörden, das «Le Parisien» vorliegt und nun publik machte. 

Die ESTV bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur «AWP» lediglich, von den französischen Behörden eine entsprechende Anfrage erhalten zu haben. Detailliertere Angaben dürfen aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen der Schweiz und Frankreich keine gemacht werden, hiess es weiter.

UBS kündigte Widerstand an

Bereits im Juli gelangte Frankreich an die Schweiz und forderte Kundendaten französischer Provenienz. Die UBS kündigte damals an, rechtliche Massnahmen gegen eine Aushändigung der Daten zu ergreifen, wie auch finews.ch berichtete. 

Die französischen Steuerbehörden stützten sich bei ihrer Anfrage auf Daten von 2006 und 2008, die sie von den deutschen Behörden erhalten hatten.

Die französischen Behörden werfen der UBS vor, mittels eines ausgeklügelten Systems von geheimen Buchungen zwischen 2004 und 2012 Milliarden Euro an Kundengeldern am französischen Fiskus vorbeigeschleust zu haben.
 Im Jahr 2014 verdonnerten sie die Schweizer Grossbank zu einer Kaution von umgerechnet 1,3 Milliarden Franken.

Im März 2015 musste auch die französische Tochterbank eine Kaution von 10 Millionen Euro zahlen; zudem wird gegen ehemalige Angestellte der Bank in Frankreich ermittelt.

Datenlieferungen nach Holland

Unlängst haben die Bundesrichter in Lausanne einem Rechtshilfe-Begehren der niederländischen Steuerverwaltung grünes Licht erteilt, nachdem das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen das holländische Begehren zuvor abgelehnt hatten. 

Demnach muss die ESTV nun Daten eines UBS-Kunden an die holländischen Steuerbehörden aushändigen. Die oberste Schweizer Rechtsinstanz kam zum Schluss, dass die Anfrage aus den Niederlanden kein verbotener Fischzug gewesen sei, wie auch finews.ch berichtete. 

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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