Credit Suisse wegen Buchhaltungstricks in den USA gebüsst

Die Credit Suisse hat den Zufluss von Neugeldern im Private Banking falsch dargestellt. Dafür wurde sie von der US-Börsenaufsicht gebüsst. Ein früherer CS-Kadermann kommt auch an die Kasse.

Die Credit Suisse bezahlt der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eine Busse von 90 Millionen Dollar, weil sie in früheren Jahren den Zufluss von Nettoneugeldern im Private Banking in ihrer Ergebnisdarstellung aufgebläht hat. Die SEC hielt in einer Mitteilung fest, die CS habe «irreführende» Angaben zum Nettoneugeld gemacht und dabei die eigenen Leitlinien nur bedingt eingehalten.

Dieser Buchhaltungstrick war im Jahr 2014 im Bericht des US-Senatsausschusses über die Rolle der Credit Suisse bei Steuerdelikten prominent angeprangert worden, wie finews.ch damals berichtet hatte. Namentlich der vormalige COO im Private Banking, Rolf Bögli, war in dem Bericht bezichtigt worden, auf Mitarbeiter Druck ausgeübt zu haben, den Neugeldausweis vorteilhafter darzustellen.

Rolf Bogli 11

Bögli hatte in diesem Zusammenhang bei der CS im Novermber 2013 seinen Rücktritt gegeben. Bögli muss wegen seiner Rolle nun eine Zahlung von 80'000 Dollar leisten.

Wie die SEC mitteilte, war die Praxis mindestens zwischen dem vierten Quartal 2011 und dem vierten Quartal 2012 mangelhaft eingehalten worden. Die Bank habe die ihr zur Last gelegten Punkte eingeräumt und auch den Umstand, dass man gegen geltende Bundeswertpapiergesetze verstossen habe.

Besonderer Umgang mit einem Kunden

Der Bericht des SEC beleuchtet den Umgang der CS mit den Geldern von vier Kunden in dieser Zeit (Client A bis D). Der namentlich nicht genannte «Kunde B« sei ein Unternehmer, der sein Geschäft im Jahr 2011 für einen Milliardenbetrag verkauft habe.

finews.ch hatte seinerzeit berichtet, dass es sich dabei mit grösster Wahrscheinlichkeit um Hans-Jörg Wyss, den vormaligen Besitzer des Medtech-Unternehmens Synthes handelte.

Verbesserungen umgesetzt

Um den Neugeldausweis insgesamt vorteilhafter darzustellen, habe die Credit Suisse gewisse Gelder dieses Kunden von Custody zu Assets under Management (AuM) umklassifiziert, so die SEC.

In einer Stellungnahme der Bank heisst es dazu, man habe einem Vergleich zugestimmt und damit die Auseinandersetzung mit der SEC darüber beigelegt. Die CS habe während der Untersuchung mit der SEC zusammengearbeitet und bereits Verbesserungsmassnahmen umgesetzt.

Die Bank betont, dass ihr kein absichtliches Fehlverhalten vorgeworfen werde. «Auch wird der Bank nicht vorgeworfen, sie hätte Neugeldzahlen falsch ausgewiesen. Kunden von Credit Suisse kamen nicht zu Schaden.»

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

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Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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