Decharge: Für die UBS wird es immer enger

Mittlerweile ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass der UBS-Verwaltungsrat an der Generalversammlung eine historische Niederlage erleidet.

Im vergangenen Dezember beschloss der Verwaltungsrat der Grossbank, auf Rache zu verzichten und die ehemaligen UBS-Organe nicht mit einer Verantwortlichkeitsklage zu belegen. Folgerichtig beantragte er an der Generalversammlung (GV) die Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrats und der Konzernleitung für 2007, 2008 und 2009.

Damit will die Unternehmensleitung die aktienrechtliche Verantwortlichkeit der früheren und der gegenwärtigen UBS-Organe erledigen. Stimmen die Aktionäre zu, kann die Bank keine rechtlichen Schritte gegen frühere Spitzenleute mehr einleiten, wie die «Finanz und Wirtschaft» in ihrer heutigen Ausgabe schreibt.

Inakzeptabel

«Das können wir nie akzeptieren, wir als Aktionäre haben zu viel Geld verloren», kontert Ethos-Chef Dominique Biedermann im Gespräch mit der Zeitung.

«Die UBS hat ein Vertrauensproblem gegenüber Kunden und Aktionären», argumentiert er, «und muss ein starkes Zeichen setzen», sich vom früheren Management distanzieren. Darum fordert Biedermann, dass der Verwaltungsrat auf den Entscheid über eine Verantwortlichkeitsklage zurückkommt.

Andere Institutionelle wollen auch Nein stimmen

Ethos empfiehlt deshalb, den Organen die Entlastung für 2007, 2008 und 2009 zu verweigern. Die Genfer Stiftung steht nicht allein. Sie wird unterstützt von den wichtigen US-Stimmrechtsberatern Risk Metrics (ISS) und Glass Lewis, die die Décharge für 2007 bzw. für alle drei Jahre ebenfalls ablehnen.

Damit ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass der UBS-Verwaltungsrat an der GV eine historische Niederlage erleiden wird. Wichtige Pensionskassen wie die Beamtenversicherungskasse des Kantons und der Stadt Zürich sowie Swisscanto, die Managerin der Kantonalbanken-Fonds, wollen Nein stimmen. Manche institutionellen Investoren stimmen konsequent nach den Vorgaben der Berater.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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