Credit Suisse verkauft ihren Hauptsitz in London

Die Schweizer Bank trennt sich für 325 Millionen Pfund von ihrem Sitz im Londoner Finanzzentrum Canary Wharf. Käufer ist ihr grösster Aktionär.

Der Staatsfonds von Katar bietet der Credit Suisse 325 Millionen Pfund für ihren Londoner Hauptsitz an der Adresse 1 Cabot Square, berichtet das Fachmagazin «PropertyWeek.com»

Im Gegenzug handelte die CS mit der Qatar Investment Authority (QIA) das Recht aus, die 540'000 Quadratmeter Bürofläche für mindestens 20 weitere Jahre nutzen zu dürfen. Die Miete betrage 37.50 Pfund pro Quadratmeter, schreibt das Magazin.

«Sale & Leaseback»-Deal kurz vor Abschluss

Bei der Bank will man das «Sale & Leaseback»-Geschäft nicht kommentieren. Der Verkauf sei noch nicht abgeschlossen, aber in fortgeschrittenem Stadium, bestätigen aber Recherchen von finews.ch den Bericht.

Damit tritt QIA erstmals direkt als Immobilienkäufer im Londoner Finanzzentrum auf. Bereits ist der Staatsfonds dort indirekt beteiligt, via einen Anteil von 27,7 Prozent an der Immobiliengesellschaft «Songbird Estates», die 69 Prozent an der Canary Wharf Group hält.

Frühere Verkäufe der CS

Bereits früher hat die CS ein anderes Gebäude in Canary Wharf verkauft und zurückgemietet: Im Oktober 2009 veräusserte die Bank ihr Gebäude am 20 Columbus Courtyard für 155 Millionen Pfund an die Gesellschaft M1 Real Estate, hinter der ebenfalls arabische Investoren stehen.

Diese betrachten den Londoner Finanzdistrikt an der Themse offenbar weiterhin als sicheren Hafen in einem von niederigen Zinsen und hohen Schwankungen gekennzeichneten Finanzumfeld.

Vielfältige Beziehungen zwischen CS und Katar

Die Beziehungen zwischen der CS und dem Katar'schen Herrscherhaus sind vielfältig (siehe auch den Bericht zum Totalabschreiber auf Helvetica Wealth Management). Der QIA ist nicht nur ein guter Kunde des CS-Investmenbanking. Der Staatsfonds war der CS auch 2008 bei ihrer Kapitalerhöhung zur Seite gestanden, als er seinen Anteil an der Schweizer Bank auf 9,9 Prozent erhöht hatte.

Im Februar 2011 war der QIA zudem einer von zwei Investoren, der der CS die «Coco»-Bonds für insgesamt 5,9 Milliarden Franken abnahm und damit der Bank ermöglichte als erste die strengen Kapitalvorschriften im Rahmen der neuen «Too Big to Fail»-Regulierung zu erfüllen.

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NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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