Julius-Bär-Aktien: Kaufen oder nicht kaufen?

An der Schweizer Börse stehen die Aktien der Bank Julius Bär unter Verkaufsdruck. Doch es gibt auch Analysten, die zum Kauf empfehlen.

Ist der Kauf des nicht-amerikanischen Geschäfts der Bank-of-America-Tochter Merrill Lynch für Julius Bär nun eine gute oder eine zu risikoreiche Sache? Die Analysten und Investoren sind sich diesbezüglich uneins. Während die Investoren ungnädig mit der Ankündigung der respektablen Akquisition umgingen — die Aktien rutschten unter 32 Franken —, gibt es nun auch eine erste positive Einschätzung.

Kursziel von 40 Franken...

So hat das japanische Analysehaus Nomura das Kursziel für die Aktien Julius Bär auf 40 Fr. angehoben von zuvor 38 Fr. Die Einstufung wurde auf «Buy» belassen.

Nomura-Analyst Jon Peace begründet die Empfehlung in einer am Dienstag veröffentlichten Studie damit, dass die geplante Übernahme der Auslandsvermögensverwaltung der Bank of America «mit dem angepeilten 15-prozentigen Gewinnbeitrag je Aktie ab 2015 attraktiv» sei.

Der Analyst räumt indes ein, dass die negative Kursreaktion der Aktien die Bedenken von Anlegern spiegle, ob der angestrebte Gewinnbeitrag denn auch erreicht werde.

... bis 33 Franken

Anders als Nomura sehen es Analysten diverser anderer Institute. So senken die Analysten der UBS das Kursziel für die Aktien Julius Bär auf 33 Franken, Barclays stuft die Valoren mit «Equal weight» ein und nennt ein Kursziel von 36 Franken. Die Deutsche Bank schliesslich führt die «Bären»-Titel auf «halten» mit Kursziel 39 Franken.

 

 

 

 

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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