Privatbank Bordier unter Geldwäscherei-Verdacht

Drei Russen hoben bei der Genfer Bank Bordier 600 Kilogramm Banknoten ab. Seit gegen die drei ein Strafverfahren läuft, erscheint die Genfer Bank in schiefem Licht.

Die Bank Bordier hatte den drei verdächtigten Russen Hand für eine ungewöhnliche Bargeldtransaktion geboten, wie der «Tages-Anzeiger» am Freitag berichtete. 

 Der Geldtansfer fand im Frühjahr 2011 statt. Am 16. und 18. März überwies ein Gemini Investments Fund auf den Bahamas zwei Zahlung von je 60 Millionen Dollar über die Latvijas Krajbanka in Lettland auf das Konto einer Arcutes Holding in Panama. Letzteres Konto befindet sich bei der Bank Bordier.

60 Millionen Dollar auf einer Holzpalette

Wirtschaftlich Berechtigte von Arcutes sind drei Russen: Georgi Urumow, Ruslan Pinaew und Sergei Kondratyuk.Die drei wünschten, dass die Summe in drei Teile von je 36,6 Millionen Dollar aufgeteilt und dass das Geld bar ausbezahlt wird.

Die kleine Bank Bordier hatte Mühe, die grosse Bargeldsumme in kurzer Zeit bereitzustellen. Am 21. März fährt der gepanzerte Geldtransporter 60 Millionen Dollar an die Rue de Hollande zum Sitz von Bordier. Die gebündelten Noten auf der Holzpalette wiegen 600 Kilo.

Bank schöpfte kein Verdacht

So seltsam die Abwicklung anmutet, bei der traditionsbewussten Bank Bordier schöpfte offenbar trotzdem niemand Verdacht gegen die drei Russen mit Domizil Russland und Arbeitsort London, wo sie als Wertschriftenhändler bei Otkritie Securities arbeiteten, einer Tochter der zweitgrössten russischen Bank VTB.

Otkritie hat ihre ehemaligen Mitarbeiter mittlerweile wegen Betrugs angezeigt. In London und auf Rechtshilfegesuch hin auch in Genf wurden Strafverfahren eröffnet.  In diesen Verfahren sei die Bank nur «Zeuge», wie die Bank gegenüber dem «Tagi» festhält.

Die FINMA und die Genfer Staatsanwaltschaft wollten sich zum Fall nicht äussern. 

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Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut dem Bericht ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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