Was uns 2013 überraschen könnte

Neben den gewöhnlichen Jahresprognosen haben Analysten der Deutschen Bank auch untersucht, welche Überraschungen es geben könnte – und was die Folgen wären.

Es kommt nie so wie man denkt – das dachten wohl auch die Analysten der Deutschen Bank, als sie ihre Jahresprognose erstellten. In diese integrierten sie auch 13 «Ausreisser-Events», welche zwar unwahrscheinlich sind, aber nicht ganz unmöglich.

Kim-Jong_qDazu erstellten sie entsprechende Prognosen über die Auswirkungen für die Wirtschaft. Und solche Events geschehen häufiger als man denkt, so die Experten aus dem Devisenteam der Bank. Das sind die möglichen Überraschungen 2013:

  • Die Fed investiert in Aktien. Nach QE3 habe es an den Aktienmärkten nicht die gewünschte Rally gegeben, so die Strategen. Ein solcher Schritt der Fed sei zwar unwahrscheinlich, aber im Grunde gar nicht einmal dumm. Risiko-sensitive Währungen würden davon profitieren.
  • Griechenland findet Gasreserven, die mehr wert sind als die Staatsschulden. Unter dem Mittelmeer könnten sich einige dieser Reserven befinden. Zwar gibt es dafür noch keinen handfesten Beweis, doch verschiedene Studien schätzen das potenzielle Gasvorkommen auf einen Wert von 600 Milliarden Dollar. Sollte Das tatsächlich geschehen, so die Strategen, hat die EU bald kein Problem mehr.
  • Brasilien, Schweden und die Türkei bringen Frieden in den Nahen Osten. Die drei Länder haben die Initiative «Three Soft Powers from Three Continents» gegründet. Ziel ist, gemeinsam weltbewegende Konflikte anzugehen und zu lösen. Dazu könnte auch der in Syrien gehören. Die Ölmärkte, so die Prognose, würde das aufwirbeln.
  • Grossbritanniens Regierung löst sich auf. Über wesentliche Themen wie Energie- oder Verkehrspolitik wird die Koalition nicht einig. Es könnte sein, dass das schon im nächsten Jahr zu Neuwahlen führt. Die Wirtschaft Grossbritanniens würde darunter leiden.
  • Alle führen Negativzinsen ein. Nach Dänemark und der Schweiz folgen Japan, dann die EU, dann die USA. Bald sind Negativzinsen eine ganz normale Sache.
  • Nordkorea öffnet sich. Es gab immer wieder Berichte, laut denen der Staatschef Kim Jong Un bereit für neue Reformen wäre. Eventuell könnte schon im nächsten Jahr die Öffnung folgen. Damit wäre eine neue Währung zunehmend wichtiger auf dem Weltmarkt.
  • Überraschendes Ergebnis bei den Präsidentenwahlen im Iran. Ein Nachfolger für Ahmadinejad ist gesucht. Auch wenn dieser das Wahlgesetz gerade nach seinen Wünschen anpasst, kann es sein, dass sein Wunschkandidat Esfandiar Rahim Mashaei, ausgestochen wird. Auch politische Unruhen im Rahmen der Wahlen sind möglich. Der iranische Rial könnte darunter leiden.
  • Der Zusammenhang zwischen Aktienkursen und Wechselkursen löst sich auf. Das würde bedeuten, dass die Währungen wieder mehr zu einer Anlagemöglichkeit würden. Einige profitieren, einige nicht.
  • Der Konflikt im Südchinesischen Meer eskaliert. Japan und Chinas territorialer Streit könnte noch ausser Kontrolle geraten. Passiert das, würden alle asiatischen Währungen leiden. Besonders der Yen.
  • Europa wird solarbetrieben. In der Theorie könnte ein Stück der Sahara in der Grösse von Wales ganz Europa mit Strom versorgen. Dabei gibt es noch Finanzierungsprobleme. Falls aber wieder Erwarten ein solches Projekt realisiert würde, würde der Euro massiv profitieren.
  • Der Klimawandel trifft die Finanzmärkte. Wenn seine Auswirkungen sich weiter in Fluten, Dürre und anderen Katastrophen zeigen, dann könnte das die weltweiten Lebensmittelpreise in die Höhe treiben. Das Devisenvolumen weltweit würde steigen, so die Strategen. 
  • Die Schwellenmarkt-Blase platzt. Sollten sich die Lebensmittelpreise massiv erhöhen, würde das den Investoren, die auf die Schwellenländer wie die Brics gesetzt haben, einen Strich durch die Rechnung machen. Ihre Währungen würden massiv abgewertet.
  • Malaysias Regierung wird abgewählt. Die Bevölkerung drängt mehr und mehr auf eine Reform des Wahlgesetzes. Es könnte sein, dass die Opposition tatsächlich gewinnt. Die Wirtschaft des Landes würde das kurzfristig destabilisieren. Genau wie die Währung.

Zusammengetragen im Originaltext hat sie der Finanzblog «Zerohedge».

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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