Der Vermögensverwalter GAM ist im dritten Quartal kaum vom Fleck gekommen. Ein Grund dafür waren die Abflüsse aus den Gold-ETF.

Die gemäss eigener Darstellung «bescheidene» Entwicklung der Netto-Neugeldzuflüsse erklärt der Vermögensverwalter GAM mit den Abflüssen bei den physisch hinterlegten Gold-ETFs. Wie eine Sprecherin auf Anfrage von finews.ch sagte, hätten sich die Abflüsse im Vergleich zum zweiten Quartal nun  verlangsamt.

Weltweit noch immer 4,2 Milliarden Dollar weniger in Gold

Im zweiten Quartal war die Nachfrage nach physischem Gold auf den tiefsten Stand seit über drei Jahren gefallen. Die weltweiten Abflüsse aus den börsengehandelten Gold-Fonds beliefen sich auf über 18 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal beliefen sich die Abflüsse weltweit noch immer auf 4,2 Milliarden Dollar.

Produktemix verschiebt sich

Wie hoch die Gold-Abflüsse bei GAM waren, präzisiert die Sprecherin nicht. Im Halbjahresbericht, wo die Assets under Management nach Produktetypen aufgeschlüsselt sind, lässt sich das Ausmass erahnen. Der Anteil der Rohstoffe am Gesamtvolumen sank demnach innert sechs Monate von 11 auf 7 Prozent.

Die Abnahme ist auch auf den Preisverfall des Goldes im ersten Halbjahr zurückzuführen. Bis Ende 2012 war der JB Physical Gold Fund auf rund 5,5 Milliarden Franken angewachsen.

Bessere Bruttomarge

GAM verwaltete per Ende des drittes Quartal insgesamt 72,1 Milliarden Franken – genau gleichviel wie im Quartal zuvor. Die Goldabflüsse sind auf der Ergebnisseite für GAM insofern nicht dramatisch, als dass es sich um margenschwache Produkte handelt. Weil andere margenstärkere Segmente Zuflüsse erfahren hätten, habe sich insgesamt die Bruttomarge verbessert, so GAM.

Siehe auch: «Festival-Saison in Indien erhöht Erwartungen an den Goldpreis»