Die 4 grössten Risiken aus Sicht von Aquila

Die Vermögensverwaltungsgruppe Aquila hat die aus ihrer Sicht vier wichtigsten Themen bestimmt, die 2011 an den Finanzmärkten zu reden geben.

1. Inflation und steigende Zinsen

Es könnte sein, dass das Wachstum 2011 – wie das schon vor einem Jahr der Fall war – in der Welt unterschätzt wird und die Entwicklung dynamischer verläuft. Das würde sich in höheren Inflationsraten und höheren Zinsen niederschlagen.

2. Risiko einer Deflation besteht

Weniger wahrscheinlich ist, dass der Aufschwung weltweit rasch zu Ende kommt und in eine neuerliche Rezession, dann vermutlich verbunden mit einer Deflation, mündet.

3. Vertrauensprobleme drohen

Gefahren drohen von der hohen Staatsverschuldung. Das trifft nicht nur die Defizitländer im Euroraum. Auch in Grossbritannien ist die Verschuldung hoch. In den USA macht die Regierung noch kaum Anstrengungen, die Ausgaben zu verringern oder die Einnahmen zu erhöhen. Das kann leicht zu Vertrauensproblemen bzw. zur Zahlungsunfähigkeit einzelner Staaten führen.

4. Blasen bei Vemögensgütern

Schwachstellen der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft sind die hohe Liquidität und die niedrigen Zinsen, vor allem in den Industrieländern. Sie führen noch zu keinen Gefahren bei den Verbraucherpreisen, verursachen aber Blasen bei den Vermögensgütern.

 

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

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