Stellen-Angebot bei Banken seit August gesunken

Auf den Webseiten von 1‘400 Banken, Versicherungen und anderen Finanzfirmen waren Ende 2010 insgesamt 3‘901 Jobs ausgeschrieben. Das ist zwar 27 Prozent mehr als Anfang 2010. Doch im vierten Quartal 2010 sank die Zahl der offenen Stellen.

Der Finews-JobDirectory-Index wird alle drei Monate vom Schweizer Finanzportal finews.ch mit Daten des Portals JobDirectory.ch der Fenom AG veröffentlicht.

Die Banken in der Schweiz hatten Ende Dezember 2010 total 1‘615 Stellen ausgeschrieben. Das ist 32 Prozent mehr als Anfang 2010. Damals waren es 1‘222. Bei den Versicherungen war die Entwicklung schwächer. Bot die Assekuranz inklusive Krankenkassen Anfang 2010 total 921 offene Jobs, waren es Ende 2010 total 1‘113. Dies entspricht einem Plus von 21 Prozent.

Die Zahl der Stellen in den übrigen Finanzfirmen (Wirtschaftsprüfung, Beratung, IT, etc.) stieg von 924 auf 1‘173 (+27 Prozent).

 

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In der zweiten Jahreshälfte 2010 haben die Banken, Versicherungen und übrigen Finanzfirmen ihre Personalsuche deutlich gedrosselt, wobei sich der Rückgang in allen drei Kategorien in den letzten drei Monaten des abgelaufenen Jahres auf einem hohen Niveau manifestierte. Die offenen Stellen bei den Banken bewegten sich bei 1‘600, im Versicherungssektor bei 1‘100 und bei den übrigen Finanzfirmen bei knapp 1‘200.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass Ende 2010 total 56 Prozent der offenen Stellen im Grossraum Zürich waren, 18 Prozent in der Suisse Romandie, 17 Prozent in Basel sowie im Mittelland, 7 Prozent in der Ostschweiz und 1 Prozent im Tessin.

UBS-Jobs konstant, CS-Jobs halbiert

Am meisten offene Stellen bot Ende 2010 die UBS mit 584, gefolgt von der Credit Suisse, wo es 211 waren. Während sich bei der Credit Suisse das Stellenangebot seit diesem Sommer von 440 auf 211 mehr als halbiert hat, ist die Nachfrage bei der UBS im selben Zeitraum recht konstant zwischen 570 und 584 ausgeschriebenen Jobs geblieben. Dies deutet darauf hin, dass die Reorganisation bei der UBS nach wie vor viele neue Leute erfordert.

Mit Blick auf die übrigen Bankengruppen fällt auf, dass nach wie vor ein ansehnlicher Bedarf an Personal vorhanden ist. So erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen bei den Regional-, Privat- und Auslandbanken innert Jahresfrist von 658 auf 819 per Ende 2010. Dies entspricht einem Plus von 25 Prozent.

 

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Spezialisten gesucht

Die Anzahl offener Spezialistenstellen (Treuhänder, Revisoren, Steuerexperten und Juristen) ist 2010 von 1‘290 auf 1‘738 gestiegen, was einer Zunahme von 35 Prozent entspricht. Diese markante Entwicklung ist eindeutig auf die wachsenden Anforderungen in den Bereichen Compliance, Steuern und Regulation zurückzuführen.

Die Situation macht auch eine höhere Zahl an Support-Mitarbeitern aus. Die offenen Jobs in diesem Bereich stiegen 2010 von 498 auf 657, was einem Plus von 32 Prozent entspricht.

Demgegenüber waren ab Mitte 2010 zusätzliche Chefs deutlich weniger gefragt. Die offenen Stellen in Management nahmen von 319 auf 289 ab. Dem Anspruch der Banken, ihre Kunden ganzheitlich zu betreuen, entspricht dagegen die deutlich gestiegene Zahl an offenen Generalisten-Stellen. Diese Zahl stieg 2010 um 25 Prozent von 736 auf 920.

 

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4. Quartal 2010: Stellenangebot gesunken

Betrachtet man lediglich das vierte Quartal 2010, zeigt sich, dass die Zahl der offenen Stellen in der Schweizer Finanzbranche rückläufig war. Die Zahl aller offenen Jobs sank von 4‘008 im Oktober 2010 auf 3‘901 per Ende Dezember 2010. Das entspricht einem Rückgang von knapp 3 Prozent. Im dritten Quartal 2010 stagnierte die Zahl der offenen Stellen bei 4‘200.

Detaillierte Informationen zu einzelnen Finanzinstituten, Berufen oder Regionen sind auf Anfrage lieferbar.


Der Finanzjob-Index

Der Finews-JobDirectory-Index zeigt die Entwicklung aller online ausgeschriebenen Stellen in der Finanzbranche der Schweiz und Liechtenstein. Dafür werden die Angebote von 1‘400 Arbeitgebern laufend ausgewertet. Der Index wird alle drei Monate vom Schweizer Finanzportal finews.ch mit Daten des Portals JobDirectory.ch der Fenom AG veröffentlicht.

Nächste Publikation: 11. April 2011.

 

 


 


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