Schweiz gibt im Steuerstreit klein bei

Nach dem Abschluss des Steuerabkommens mit Grossbritannien kommt auch der Vertrag mit Deutschland nur durch gewaltige Konzessionen seitens der Schweiz zustande.

Das Ausland hat unlängst festgestellt, wie man in Steuerangelegenheiten mit der Schweiz umgehen muss. Die Zähne fleischen, grosse Drohungen aussprechen, Klagen androhen und bereits ausgehandelte Abkommen doch nicht unterschreiben – so lauten die Rezepte.

Die Folgen dieser Strategien sind auch absehbar – die Schweiz zieht den Schwanz ein und gibt, natürlich im Sinne der nationalen Konsensfindung, klein bei. Anschauungsunterricht in dieser Praxis gibt es im Steuerstreit mit Deutschland. Wie schon beim Abkommen mit Grossbritannien kommt es zu drastischen Änderungen.

Das bereits mühselig ausgehandelte Abkommen schien schon unter Dach und Fach, da stellten sich die SPD-regierten Länder gegen den Steuerdeal mit der Schweiz. Einerseits würden die Steuersünder zu billig davonkommen und zweitens seien sie anhand des Abkommen ja noch immer anonym, bemängelte die SPD.

Sämtliche Konditionen über den Haufen geworfen

Nach langen Verhandlungen sei nun ein Deal zustande gekommen, dem auch die SPD-Minister zustimmen wollen, berichtet der «Tagesanzeiger» in Berufung auf Insiderkreise. Der einmalige Steuersatz auf unversteuerte Vermögen soll nun bei 41 Prozent angesetzt werden, anstatt bisher zwischen 18 und 34 Prozent.

Auch die jährliche Abgeltungssteuer soll von 26 auf 29 Prozent angehoben werden. Im Gegensatz dazu konnte die Schweiz erreichen, dass das Bankgeheimnis gewahrt wird, oder was davon noch übrig ist.

Ein Problem, dass dabei nicht erkannt wird, ist, dass unter solchen Konditionen möglicherweise bald niemand mehr übrig bleibt, der das Bankgeheimnis überhaupt noch in Anspruch nehmen will.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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