Mit den Börsengurus auf Tuchfühlung

Zwei Frauen haben Persönlichkeiten aus der Branche interviewt – nicht mit den üblichen 0815-Fragen. Entstanden ist ein Werk mit seltenen Einblicken in die Psyche der Gurus.

Petra_Lux_245Bücher übers Anlegen gibt es wie Sand am Meer. Zumeist sind es «Erfolgsbücher», in denen sich die Autoren oder die portraitierten Personen als souveräne und allwissende Fachleute ausgeben. Dass die Realität nicht selten eine andere ist, wissen die Leserinnen und Leser spätestens dann, wenn der nächste Börsenabsturz erfolgt ist.

Die beiden deutschen Autorinnen Petra Lux (oben) und Petra Fechter (unten) wählten vor diesem Hintergrund einen ganz anderen Ansatz, um mit den so genannten Börsengurus auf Tuchfühlung zu gehen. Innert eines Jahres trafen sie insgesamt 23 mehr oder weniger bekannte Investmentexperten und stellten ihnen höchst unkonventionelle wie auch persönliche Fragen.

Wie schaltet man am besten ab?

Etwa, mit wem die Gurus gern einmal essen gehen würden, oder wie sie Arbeit und Hobbies in Einklang bringen, welchen Effekt die Börse auf das Privatleben hat, ob Geld tatsächlich glücklich macht, welches Buch sie gerade lesen, oder was ihre persönlichen Erkenntnisse aus der Finanzkrise sind, und last but not least, wie man am besten abschaltet.

Petra_Fechter_3Klar sind das nicht bahnbrechende Fragen, doch die Antworten von Persönlichkeiten wie Max Otte, Eckhard Sauren oder Susanne Schmidt sind umso spannender, weil sie neue, bislang unbekannte Facetten dieser Menschen offenbaren. Ausserdem lassen sich daraus gute Rückschlüsse auf die verschiedenen Investmentstile ziehen.

Zwei Schweizer Gurus

Für eine optimale Leseführung sind die Interviews jeweils nach Einstiegs-, Börsen-, Individual- und persönlichen Fragen gegliedert. Erforscht werden auch die wichtigsten Tipps des jeweiligen Gesprächspartners, bevor es zu den Abschlussfragen geht.

Unter den ausgewählten Interviewpartnern figurieren zumindest auch zwei bekannte Schweizer: Marc Faber sowie Thomas J. Caduff. Spannend wird das Buch auch deswegen, weil die beiden Autorinnen jeden Börsenguru klassifizieren; Dirk Müller etwa ist Mr. DAX, Dimitri Speck der Anomalien-Forscher, Stephan Heibel der Robin Hood der Börse oder Bruno Bandulet der Eurokritiker. Marc Faber ist selbstverständlich Dr. Doom, wenngleich seine Antworten – wie üblich – nicht allesamt so düster sind.

Für Einsteiger und Veteranen

Cover_Borsenwelten_180Den beiden Herausgeberinnen ist mit diesem Werk ein seltenes Kunststück gelungen, weil es allen Börseninteressierten, also den Einsteigern wie den Veteranen, neue Einblicke in die Materie vermittelt.

Mit den zahlreichen Fragen, die weit über die 0815-Berichte in den einschlägigen Börsenmagazinen hinausreichen, liest sich das Buch zu jeder Tages- und Nachtzeit wie eine spannende und gleichsam unterhaltsame Konversation mit faszinierenden Menschen.

Näher kann man den Börsengurus kaum kommen. Was am Ende die beste Investmentstrategie ist, bleibt jedem Einzelnen überlassen. Denn, wie Petra Fechter festhält:

«Vergleichen kann man die Frage nach der perfekten Anlagestrategie mit der nach dem perfekten Auto. Wer in den Bergen wohnt, der braucht ein Allradauto, wer in der Grossstadt lebt, der braucht einen kleinen Cityflitzer, und eine Familie wird sich bestimmt mit einem Kombi wohlfühlen. Ist nun das eine Auto besser als das andere? Sicherlich nicht.»

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NEWS GANZ KURZ

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut dem Bericht ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

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