Verträge müssen eingehalten werden

Nur schon das Gerücht, dass erneut gestohlene Kundendaten auf dem Tisch einer deutschen Länder-Steuerbehörde liegen, lässt den Medien-Zirkus zum Tutti ansetzen.

Sindy_Schmiegel_1Sindy Schmiegel ist Leiterin Kommunikation UK bei der Schweizerischen Bankiervereinigung

Es ist im Augenblick noch unklar, ob es die CD(s?) gibt und falls ja von welcher Qualität die Daten sind. Ich lasse mal dahingestellt, ob die Redaktionen genug haben von Eurokrise und Rettungsschirmen und halte zugute, dass Antagonismen zwischen zwei Ländern immer ein dankbares Thema sind.

Auch die Annahme, dass gewisse dem Steuerabkommen kritisch gegenüberstehende Kreise vielleicht ein Interesse daran haben, mediale Skepsis dem Abkommen gegenüber zu schüren, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Wie die alten Römer

Fakt ist: Jede CD, jeder gestohlene Datensatz zeigt die Notwendigkeit, in der Vergangenheit wurzelnde Probleme zu lösen, wie es das unterzeichnete Steuerabkommen erlauben würde. Pacta sunt servanda, Verträge müssen eingehalten werden, diesen Grundsatz kannten schon die alten Römer.

Mir ist nicht klar, warum das für das Abkommen zwischen der Schweiz und Deutschland nicht gelten sollte. Eine andere für alle Seiten – Staaten, Fiskus, Banken, Kunden – akzeptable Lösung als das Abkommen wurde bislang nicht gefunden. Die Alternative, auf das Abkommen zu verzichten, ist keine. Ohne Steuerabkommen wird die Beziehung zwischen zwei Nachbarstaaten immer wieder durch neue Aktionen belastet.

Mit dem Abkommen erledigt sich der Griff zu zweifelhaften Methoden, denn dann werden deutsche Kunden von Schweizer Banken flächendeckend besteuert wie im Heimatland.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
mehr

SELECTION

Selection

Warum Warren Buffett Gold hasst

Der Ausnahme-Investor liest den Goldanlegern die Leviten.

Selection

Selection

So «pimpen» Sie Ihr Profil

Banken suchen zunehmend in den sozialen Netzwerken nach geeigneten Mitarbeitern. Hier sind die Dos and Don'ts, die es dabei zu beachten gilt.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

weitere News