Das definitive Ende der Marke AWD

Swiss Life Select löst die Marke AWD in der Schweiz ab. Dadurch verschwinden bis 2015 rund 30 Stellen. Gleichzeitig sucht die Swiss Life zusätzliche Berater.

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Der ehemalige AWD Schweiz bedient seine Schweizer Kundinnen und Kunden ab sofort unter der Marke Swiss Life Select, wie einer Mitteilung vom Montag zu entnehmen ist. Swiss Life Select hält jedoch am «Best Select»-Ansatz fest, der für die Kunden volle Freiheit in der Produktauswahl bedeutet.

Die Servicezentrale in Zug bleibt bestehen und wird damit auch in Zukunft die Eigenständigkeit von Swiss Life Select gegenüber den Produktpartnern sicherstellen, wie es weiter heisst. Durch den Schulterschluss werden in der Schweiz bis 2015 rund 30 Stellen in zentralen Funktionen abgebaut.

Schulterschluss umgesetzt

Die Swiss Life hatte am Investorentag vom 28. November 2012 bekanntgegeben, dass künftig je Land alle Produktions- und Vertriebsorganisationen aus einer Hand geführt werden, um die Marktbearbeitung zu optimieren und Synergien auszuschöpfen. Vor diesem Hintergrund hat Swiss Life Schweiz in den vergangenen Wochen den Schulterschluss mit Swiss Life Select (ehemals AWD Schweiz) umgesetzt.

In den vergangenen Wochen wurde nun der gesamte Marktauftritt von AWD auf Swiss Life Select umgestellt: Sämtliche Beratungs- und Rekrutierungsunterlagen, Beschriftungen und die Online-Präsenz erscheinen neu im Swiss Life-Kleid. Um die Produkt- und Angebotspartner sowie den Vertrieb von Swiss Life Select auch künftig  unterstützen zu können und die Eigenständigkeit sicherzustellen, bleibt der Standort Zug als Servicezentrale bestehen.

Künftig drei Vertriebskanäle

Ivo Furrer, CEO Schweiz von Swiss Life: «Die Vorgabe für die Umsetzung des Schulterschlusses war klar: Die einzelnen Vertriebskanäle von Swiss Life bearbeiten und entwickeln ihre unterschiedlichen Kunden- und Angebotssegmente auch in Zukunft eigenständig, und zwar ausgehend von ihrem heutigen Selbstverständnis und der spezifischen DNA.»

Swiss Life wird künftig mit drei komplementären Vertriebskanälen im Schweizer Markt auftreten: Mit dem Swiss Life-Aussendienst, mit Swiss Life Select und mit dem Multichannel Management, das Broker, Banken und den Direktkanal betreut.

Rund 100 zusätzliche Berater gesucht

«Mit unserer neuen Marke Swiss Life Select möchten wir die Chancen konsequent nutzen, die sich uns im Schweizer Markt für umfassende Finanzlösungen bieten. So investieren wir seit Jahresbeginn deutlich in die Beraterrekrutierung und sind zuversichtlich, dass wir bis 2015 rund 100 zusätzliche Beraterinnen und Berater gewinnen können», sagt Remo Weibel, Leiter des Geschäftsbereichs Swiss Life Select und Mitglied der Geschäftsleitung Schweiz.

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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