Swiss Re baut mehr als 1‘000 Stellen ab

Agostino Galvagni wird COO und soll die Organisationsstruktur vereinfachen. Der geschäftliche Fokus liegt wieder voll auf dem Kerngeschäft.

Die Swiss Re plant, den gegenwärtigen Personalbestand von 11'560 Mitarbeitenden in den kommenden zwölf Monaten weltweit um rund 10 Prozent zu reduzieren, wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab.

Um die Rolle der Swiss Re auf dem Rückversicherungsmarkt weiter auszubauen, intensiviert das Unternehmen den Fokus auf profitables Kerngeschäft und die Stärkung der Kapitalausstattung. Zudem beschleunigt die Swiss Re ihre Anstrengungen, die Organisationsstruktur zu vereinfachen und die betriebliche Effizienz zu steigern. Wie früher schon angekündigt, sollen diese Massnahmen bis Ende 2010 zu einer Reduktion der Betriebskosten um 400 Millionen Franken führen.

Erhebliche Kosteneinsparungen

Die Swiss Re prüft weiterhin Möglichkeiten, Kapital freizusetzen, um dieses in jenen Geschäftsbereichen einzusetzen, die den grössten wirtschaftlichen Ertrag versprechen. Swiss Re wird sich zudem darauf konzentrieren, die durch das (Rück-)Versicherungsgeschäft generierten Anlagen umsichtig zu verwalten und die Risiken im Anlageportfolio weiter zu reduzieren.

Die Swiss Re will die Umsetzung von Massnahmen beschleunigen, um die Organisation zu vereinfachen und die operative Effizienz zu steigern. Das ermögliche erhebliche Kosteneinsparungen. Das Unternehmen wird sein globales Geschäftsstellennetz straffen. Die Geschäftsstellen sollen sich fortan ausschliesslich auf die Erbringung von Kundendienstleistungen konzentrieren. Geschäftsunterstützende Funktionen werden auf weniger Standorte konzentriert, um Grössenvorteile effizienter zu nutzen.

Keiner vom Zürcher Filz

Mit Agostino Galvagni steigt ein Versicherungsexperte auf, der nicht aus dem Zürcher Filz stammt, sondern eine Erfahrung weitab des Hauptsitzes gesammelt hat. Dies mag durchaus als Zeichen gewertet werden, dass nun Versicherungsgeschäft wieder klar im Zentrum des Konzerns steht und nicht die Spekulation mit Finanzanlagen, die zum Desaster geführt haben. Galvagni wurde 1960 geboren und ist Italiener. Er schloss sein Betriebswirtschaftsstudium an der Università Commerciale «Luigi Bocconi» in Mailand ab. Anschliessend arbeitete er als Trainee bei der damaligen Bayerischen Rück, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft von Swiss Re.

Nach verschiedenen Tätigkeiten in den Bereichen Underwriting und Marketing sowie in Projekten wechselte er 1998 zu Swiss Re New Markets in New York. Dort spezialisierte er sich auf die Strukturierung und das Marketing von Insurance-linked und Asset-backed Securities .

1999 wurde er in die Geschäftsleitung der Bayerischen Rück berufen, wo er für das Profitcenter «P&C Treaty (Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Luxemburg)» sowie das Profitcenter «Fakultative Sachversicherung (Europa)» verantwortlich war.

2001 kam Galvagni zu Swiss Re in Zürich als Leiter der Geschäftseinheit «Globals» und Mitglied des Executive Teams der Division Europa (P&C) mit Zuständigkeit für das Profitcenter «European Global Clients (Headquarters)».

Per 12. September 2005 wurde als Leiter der Division Globals & Large Risks (jetzt neu Insurance & Specialty) der Client Markets Function in die erweiterte Geschäftsleitung von Swiss Re berufen.

Weitere Informationen folgen im Laufe des Tages.


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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

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Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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