Cembra steigert Gewinn und hebt Ausschüttung an

Die auf Konsumentenkredite und Fahrzeugfinanzierung spezialisierte Cembra hat 2025 mit einem Reingewinn von 180 Millionen Franken abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 5 Prozent, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Das positive Ergebnis ist laut der Mitteilung durch Wachstum bei Fahrzeugfinanzierungen und durch strukturelle Kosteneinsparungen unterstützt worden.

Die Nettoforderungen lagen jedoch mit 6,58 Milliarden Franken um 1 Prozent unter dem Vorjahr. Fahrzeugleasing und -kredite erhöhten sich um 3 Prozent auf 3,28 Milliarden Franken, unterstützt durch die neue Plattform und Prozessautomatisierungen. Demgegenüber reduzierten sich Privatkredite im Zuge einer selektiven Kreditvergabe und einer disziplinierten Preisgestaltung um 6 Prozent auf 2,15 Milliarden. Das Unternehmen verweist auf die «anhaltende Fokussierung auf profitable Segmente».

Tieferer Netto- und Zinsertrag

Der Nettoertrag lag um 2 Prozent tiefer bei 542,2 Millionen Franken. Der Nettozinsertrag ging ebenfalls um 2 Prozent auf 372,2 Millionen zurück. Geringere Zinserträge wurden durch niedrigere Zinsaufwendungen teilweise ausglichen, betont Cembra. Dadurch resultierte eine Nettozinsmarge von 5,5 Prozent.

Die Kommissions- und Gebühreneinnahmen blieben mit 170,0 Millionen Franken unverändert, wobei das Kreditkartengeschäft 89,4 Millionen (-2 Prozent) und das BNPL-Geschäft (Buy-Now-Pay-Later) 40,1 Millionen (unv.) beisteuerten. Der Anteil der Kommissions- und Gebühreneinnahmen am Nettoumsatz war mit 31 Prozent stabil.

Die Wertberichtigungen für Verluste blieben mit 73,6 Millionen Franken auf dem Niveau des Vorjahres. Die Verlustquote war mit 1,1 Prozent unverändert. Das sei auf eine konsistente Kreditvergabe und ein aktives Portfoliomanagement zurückzuführen.

Bemerkbar machte sich auch der bereits 2024 eingeleitete Sparkurs inklusiuve Stellenabbau. Der Geschäftsaufwand sank im vergangenen Jahr um 7 Prozent auf 245,2 Millionen Franken. Dabei lag der Personalaufwand um 10 Prozent tiefer und der allgemeine Verwaltungsaufwand ging um 4 Prozent zurück.

Die Tier 1-Kapitalquote ging auf 17,6 von zuvor 17,9 Prozent leicht zurück, sei aber weiterhin stark und Cembra sei sehr gut kapitalisiert, heisst es weiter.

Höhere Dividende und Sonderzahlung

Angesichts der finanziellen Leistung und im Rahmen des aktiven Kapitalmanagements schlägt der Verwaltungsrat eine Anhebung der ordentlichen Dividende um 8 Prozent auf 4,60 Franken pro Aktie vor. Zudem soll aus dem Überschusskapital eine Sonderdividende von 1.00 Franken pro Aktie gezahlt werden.

Die Guidance fällt leicht positiver aus. Für 2026 erwartet Cembra ein Nettoertragswachstum im Gleichschritt mit dem Wachstum des Schweizer BIP, eine weitgehend unveränderte Entwicklung der Verlustquote sowie Kostensenkungen um 15 bis 20 Millionen Franken. Damit soll sich das Aufwand-Ertrags-Verhältnisses in Richtung des Ziels von 39 Prozent bewegen. Basierend auf diesen Entwicklungen rechnet Cembra mit einem Anstieg des Reingewinns und einer Verbesserung der Eigenkapitalrendite auf rund 15 Prozent. Bisher wurde hier ein Wert bis 15 Prozent erwartet.