Hypo Vorarlberg St. Gallen: Gewinnrückgang nach Rekordjahr

Die Hypo Vorarlberg hat am Donnerstag Angaben zum Verlauf des Geschäftsjahrs 2025 ihrer Zweigniederlasssung in St. Gallen gemacht. Der Gewinn (vor Steuern) beträgt 5,7 Millionen Franken, eine halbe Million Franken weniger als im Vorjahr, das diesbezüglich allerdings auch rekordträchtig war. Die Ausleihungen an Kunden nahmen um 13,1 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken zu, die verwalteten Vermögen legten um 10,8 Prozent auf 500 Millionen Franken zu.

Aufgrund der Zinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank sei die Passivmarge deutlich zurückgekommen, wird in der Mitteilung festgehalten. Der Nettozinsertrag sank denn auch trotz des Anstiegs der Kreditvolumens um 1,3 auf 13,3 Millionen Franken. Besser lief es im Kommissionsgeschäft, das ein Plus von 21,2 Prozent verzeichnete. Der Handelsertrag lag mit 0,62 Millionen Franken auf dem Niveau des Vorjahrs.

Gegenläufige Entwicklung von Personal- und Sachaufwand

Beim Geschäftsaufwand entwickelten sich die Personalkosten (+21,4 Prozent auf 5,9 Millionen) und die Sachkosten (–14,4 Prozent auf 3,6 Millionen) gegenläufig. Auf den Gewinn würden 0,8 Millionen Franken Steuern anfallen, «womit die Hypo Vorarlberg in St. Gallen als substanzieller Steuerzahler im Kanton St. Gallen bezeichnet werden kann», wird im Communiqué festgehalten.

Regionaldirektor Walter Ernst resümiert: «Wir sind auf einem gesunden Wachstumspfad und sind so in der Lage, auch ein schwierigeres Marktumfeld zu kompensieren. Wir weiten unser Geschäftsmodell im Hinblick auf unsere Zielgruppen und dank unserer grenzüberschreitenden Tätigkeit in der DACH-Region weiter aus, was mit Investitionen in mittel- und langfristige Projekte verbunden ist.»

Refinanzierung über Stammhaus, auch am Schweizer Kapitalmarkt

Und weiter hält Ernst fest: «Da wir uns via Mutterhaus auch über den Kapitalmarkt refinanzieren, geben wir die erhöhten Refinanzierungssätze über unsere Kassenobligationsverzinsung bzw. attraktiven Zinssätze im Vorsorgebereich vollständig an unsere Kundinnen und Kunden weiter.» Die Hypo Vorarlberg, die als Landesbank mehrheitlich dem Land Vorarlberg gehört, beschafft sich regelmässig Mittel auch über die Emission von Frankenanleihen.

Die 1897 gegründete Bank mit Sitz in Bregenz beschäftigt 950 Mitarbeiter und weist eine Bilanzsumme von 15,4 Milliarden Euro auf. Der Standort St. Gallen, der Ende der 1990er-Jahre eröffnet wurde, ist der einzige ausserhalb der österreichischen Landesgrenze.