Grosse Uhrenmesse in Genf: Die heissesten Gerüchte um Rolex, Patek & Co.

Von Swiss Watch Advisor

Watches and Wonders, die wohl wichtigste Uhrenmesse des Jahres, findet nächste Woche in Genf statt. Für Uhrenliebhaber gleicht das alljährliche Spektakel einer Kulmination von Weihnachten und Ostern.

Im Vorfeld der Messe, an welcher führende Uhrenmarken einen Grossteil ihrer Neuheiten präsentieren, wird jeweils wild über die Neuzugänge sowie allfällig eingestellte Modelle spekuliert – so auch dieses Jahr.

100 Jahre Tudor

Ein gern gesehener Anlass für die Lancierung neuer Modelle sind immer runde Jubiläen, welche von den Herstellern oder einzelnen Modellinien gefeiert werden. Entsprechend bietet sich auch dieses Jahr wieder viel Raum für Gerüchte. Zum einen wäre da Tudor, die Schwestermarke von Rolex, welche dieses Jahr ihr hundertjähriges Bestehen feiert.

Zu einem solch speziellen Geburtstag erwarten viele etwas ganz Grosses. Gleichzeitig wurde vor genau 50 Jahren die «Big Block»-Chronographenreihe vorgestellt – mehr als genug Gründe also, die eine oder andere Neuigkeit vorzustellen.

Rolex feiert mehrere Geburtstage

Beim grösseren Bruder Rolex feiern sowohl die erst vor drei Jahren eingestellte Milgauss wie auch die Day-Date einen runden Geburtstag. Naheliegend wäre eine weitere spezielle Zifferblattvariation für die Day-Date.

Auch eine Neulancierung der Milgauss wird diskutiert, wobei deren früher einzigartige Schutz gegen Magnetfelder im Zeitalter moderner, dank Silizium-Komponenten amagnetischer Uhrwerke ein Stück weit fragwürdig ist.

50 Jahre Nautilus

Auch die allseits begehrte Nautilus von Patek Philippe feiert einen runden Geburtstag. 50 Jahre ist es her, als die 3700 vorgestellt wurde. 2021 wurde der Nachfolger 5711 mit viel Getöse und im Zuge mehrerer limitierter Auflagen eingestellt, um dann ein Jahr später als 5811 ausschliesslich in Weissgold wiedergeboren zu werden.

Die Frage, die sich viele stellen, ist nicht ob, sondern was Patek aus dem Hut zaubern wird. Falls der 40. Geburtstag der Nautilus ein Indiz dafür ist, so dürften das oder die Anniversary-Modelle streng limitiert sein. Gemunkelt wird mitunter über eine 5740 – anstatt in Weissgold und blauem Blatt in Stahl mit dem zuletzt so gefragten grünen Zifferblatt. Auch wenn der ultradünne ewige Kalender eindrücklich ist, wäre etwas mehr Kreativität wünschenswert.

Coke statt Pepsi?

Nebst den Anniversaries sorgt im Hause Rolex vor allem die mögliche Einstellung eines bestimmten Modells für viel Gesprächsstoff. Allem voran wird, wie bereits auch schon die letzten paar Jahre, gemunkelt, dass die sogenannte «Pepsi», offiziell die GMT-Master II mit Referenz 126710BLRO, nun dieses Jahr endlich aus dem Sortiment genommen werden könnte.

Die in diesem Zusammenhang genannten Gründe sind vielfältig und reichen von angeblichen Produktionsschwierigkeiten bei der Herstellung der blau-roten Keramiklünette bis zur Tatsache, dass viele offizielle Händler das Modell bereits nicht mehr auf ihrer Website aufführen. Dagegen spricht jedoch, dass die Uhr nach wie vor auf der Rolex-eigenen Website zu sehen ist und dass es keine Hinweise darauf gibt, dass Rolex bestimmte Konzessionäre im Vorfeld der wichtigen Uhrenmesse bereits über eine Einstellung informiert hat, was grundsätzlich sehr ungewöhnlich wäre.

Neue Rolex Leaks?

Jenseits dieser Spekulationen sind zudem angebliche Leaks zu einer neuen Yacht-Master II sowie einer Daytona in Weissgold mit atypischer schwarzer Keramiklünette aufgetaucht.

Ob es sich dabei tatsächlich um neue Modelle oder lediglich um Wunschdenken handelt, bleibt abzuwarten.

Harmonischere Zifferblätter für die Land-Dweller

Nach der letztjährigen Einführung der Land-Dweller hoffen zudem viele auf neue Variationen in der Modelllinie, insbesondere was das Zifferblatt betrifft. Dieses gab bei der Lancierung Anlass zu Kritik.

Viele wünschen sich ein harmonischeres und symmetrischeres Zifferblatt, wie es bis anhin lediglich bei den mit Baguette-Diamanten besetzten Roségold- und Platinversionen verfügbar ist.

Neue Teilnehmer an der Watches and Wonders

Nebst den «üblichen Verdächtigen» gesellen sich dieses Jahr auch ein paar Neuzuzüger zur Watches and Wonders, welche sich nebst all den Jubiläen und Spekulationen ebenfalls ein wenig Aufmerksamkeit erhoffen. Allen voran ist hier Audemars Piguet zu nennen – wetten, dass mindestens eine neue limitierte Royal Oak das Tageslicht erblicken wird?


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