Expovina: Die Weinmesse geht diesmal an Land
Die 71. Ausgabe der Expovina findet vom 29. Oktober bis 12. November wie gewohnt am Zürcher Bürkliplatz statt, aber nicht mehr nur auf dem Wasser. Wegen des aussergewöhnlich tiefen Wasserstands hat die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft vier der vorgesehenen Ausstellungsschiffe für den Kursbetrieb zurückbeordert: die MS Panta Rhei, die MS Limmat, die MS Linth und die MS Säntis.
Als Ersatz dient ein eigens errichteter Seepavillon von rund 1'000 Quadratmetern beim Schanzengraben, realisiert mit Unterstützung der Stadt Zürich. Dort finden die Aussteller der MS Limmat und der MS Linth Platz. Sechs Schiffe bleiben der Messe erhalten, darunter die elektrisch betriebene MS Uetliberg und die MS Wädenswil, die neu als Fondueschiff dient.
Auf dem Trockenen
Für die Umplanung blieben den Organisatoren nach eigenen Angaben knapp zehn Tage. «Der Zürichsee hat uns dieses Jahr ganz schön auf dem Trockenen sitzen lassen. Aber eine Expovina absagen? Das war für uns keine Option», sagt Expovina-CEO Pascal Schlittler.
Ganz ohne Abstriche geht es allerdings nicht: Einzelne Angebote wurden reduziert, Aussteller umplatziert. Rund 220 Aussteller zeigen knapp 4'000 Weine aus 33 Ländern, davon rund 1'000 aus der Schweiz.
Die Seefahrer legen an
Gastland ist Portugal, mit fast 300 Weinen vom Vinho Verde über das Douro bis ins Alentejo. Die rund 15 Masterclasses finden neu in der Captain's Lounge auf dem Oberdeck der Fähre Schwan statt, unter anderem mit Master of Wine Yvan Barbic, der die Spitzenweine der Expovina Wine Trophy vorstellt, und mit dem Rebenforscher José Vouillamoz.
Die Weinschiffe gehören seit 1953 zum Zürcher Herbst und ziehen jährlich rund 50'000 Besucherinnen und Besucher an. Seit 2022 wird die Messe von der Agentur Aroma geführt, die sie von der Familie Sauter übernommen hatte.















